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Gemeinsam gegen Rechts (v.l.): Angela Port-Wartenlänger, Matthias Lorenz, Doris Rauscher, Martha Urban und An na-Lena Koschig.

Über 100 Vertreter aus 50 Verbänden diskutieren in Ebersberg

Rechtsextremismus bestimmt Rauschers Sozialempfang

Das Thema Rechtsextremismus hat den traditionellen Sozialempfang der Ebersberger SPD-Landtagsabgeordneten Doris Rauscher bestimmt.

Ebersberg– Über 100 Vertreter aus 50 Vereinen, Verbänden und sozialen Organisationen waren gekommen, um in der Kreisstadt über„Demokratie in Gefahr?!“ zu diskutieren.

Jeden Tag rechtsextreme Straftaten

Wie wichtig großes Engagement gegen Rechts ist, zeigen nach Meinung von Rauscher die Zahlen. Jeden Tag würden in Bayern fünf rechtsextreme Straftaten begangen, nach der aktuellsten Statistik aus 2018. Aber auch Hass und Hetze würden zunehmen. Eine aktuelle Umfrage unter Kommunalpolitikern habe ergeben, dass 80 Prozent der Bürgermeister schon einmal bedroht worden seien. Und gerade soziale Medien führten Hass immer offener zu Tage, sogar in Grundschulen. Doch ein Konzept für den Umgang damit scheine es noch nicht zu geben.

Demokratie muss immer wieder neu gelernt werden

Martha Urban von der Partnerschaft für Demokratie, Angela Warg-Portenlänger von Bunt statt Braun, Matthias Lorenz von der Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus und Anna-Lena Koschig von der Friedrich-Ebert-Stiftung waren sich einig: Demokratie ist wichtig und alternativlos – muss aber immer wieder neu gelernt werden. Dafür brauche es Angebote und durchdachte Konzepte. Hier kommen deren Organisationen zum Zug unter anderem mit Bildungs- und Aufklärungsangeboten für alle Altersgruppen.

Kindergartenkinder sollen Umgang mit sozialen Medien lernen

Der Umgang mit sozialen Medien beispielsweise sollte schon im Kindergartenalter gelehrt werden. Außerdem sei Demokratie eine soziale Bewegung, an der alle beteiligt sind oder sein sollten. Manchmal brauche diese auch Gegenwehr – wie die Wahl in Thüringen gezeigt habe. Der prozentuale Anteil der Menschen, die Populismus, Hass, Hetze und antidemokratische Werte verurteilen, sei zum Glück größer als der Anteil der Menschen, die dem nahe stehen. Deshalb sei es wichtig, gemeinsam aufzustehen, kritisch zu hinterfragen, sich in Debatten einzumischen und weitere Tabubrüche nicht mehr zu dulden. So können die tatsächlichen Verhältnisse in unserer Gesellschaft hervorgehoben werden.  

Nach Wahlskandal: Petition fordert neuen Straftatbestand

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