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Die leitende Krankenschwester Marina Matjanovski (58) an ihrem Arbeitsplatz in der Kreisklinik. Sie möchte die erste Frau auf dem Ebersberger Bürgermeisterstuhl werden.

Marina Matjanovski (58) stellt sich in der CSU zur Wahl

Sie will die erste Bürgermeisterin Ebersbergs werden

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In der  CSU wird es mindestens zwei Kandidaten um die Nachfolge von Bürgermeister Walter Brilmayer geben. Das steht jetzt fest. Martin Schedo ist nicht dabei.

Ebersberg - Alexander Gressierer (23), CSU-Ortsvorsitzender, hatte schon vor einigen Wochen seinen Hut in den Ring geworfen. Am späten Sonntagabend, 17. März, folgte Stadträtin Marina Matjanovski. Die 58-jährige leitende Krankenschwester an der Kreisklinik Ebersberg, sagte, ihre Kandidatur sei „die natürliche Folge meines seit sehr vielen Jahren kontinuierlichen ehrenamtlichen Frauen-Engagements in der Stadt und dem Landkreis Ebersberg“. 

Der Polizist Martin Schedo (55), der der CSU im Stadtrat vorsteht und der von nicht Wenigen als potenzieller Kandidat gehandelt worden war, machte dagegen einen Rückzieher. „Nach einer längeren Findungsphase habe ich mich entschlossen, nicht für das Amt des 1. Bürgermeisters der Stadt Ebersberg zu kandidieren. Die Gründe liegen ausschließlich im persönlichen/privaten Bereich“, ließ er am Sonntagabend verlauten.

Neben dem Amt der Vorsitzenden der Frauen Union Ebersberg ist Marina Matjanovski Stadt- und Kreisrätin. Ihr karitativ-soziales Engagement ist vielfältig. Seit 20 Jahren arbeitet sie als Fußballtrainerin und Betreuerin der Bambini im TSV Ebersberg. Jahrelang unterstützte sie die Bereitschaftsdienste des Bayeri­schen Roten Kreuzes in Ebersberg.

„Als berufstätige Frau in Vollzeit und Mutter zweier Kinder musste ich Fami­lie und Beruf immer unter einem Hut bringen. Diese Lebenserfahrungen prägen mich und helfen mir die Alltagsprobleme der Frauen und der allein stehenden Männer, sowie der Familien und auch der Gesamtgesellschaft besser zu verstehen und entsprechende, zeitgemäße Lösungen nicht nur vorzuschlagen, son­dern diese auch nach­haltig umzusetzen“, schreibt Matjanovski.

Ebersbergs Bürgermeister Walter Brilmayer lenkt seit einem Vierteljahrhundert die Geschicke der Kreisstadt. Ein gutes Jahr hat er noch, dann ist Schluss.  Für eine weitere Amtsperiode ist der weit über die Stadtgrenzen hinaus geachtete Politiker bei der nächsten Wahl zu alt. Im Januar hatte der 23-jährige Alexander Gressierer bekannt gegeben, in  Brilmayers Fußstapfen treten zu wollen. Die CSU will im April entscheiden, mit wem sie in den Wahlkampf geht.

Lesen Sie auch: CSU-Jüngling bekräftigt seinen Führungsanspruch

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