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Das mittlerweile leer stehende ehemalige Bankgebäude gehört jetzt dem Landkreis Ebersberg.

Explodierende Kosten

Ebersberger Sparkassen-Deal: Grüne sehen „multiples Versagen“

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Die Grünen haben schwere Vorwürfe gegenüber Landrat und  Kreisverwaltung erhoben. Im Zusammenhang mit dem Sparkassen-Deal sprechen sie von Komplettversagen.

Landkreis – „Der Kauf des Sparkassengebäudes war nicht professionell vorbereitet.“ Die weitere Verwendung des Gebäudes sei ungewiss. „Sollte es für die Verwaltung genutzt werden, so wird die Instandsetzung sehr teuer.“ Das ist das vorläufige Fazit der Kreis-Grünen nach ihren Recherchen zum umstrittenen Immobiliengeschäft. Und sie sehen die Spitze der Kreisverwaltung, also den Landrat, in der Verantwortung. Die Grünen sprechen von einem „multiplen Organisationsversagen“.

Sanierungskosten steigen von 3,3 auf über 11 Millionen Euro

Rückblick: Der Landkreis hatte die Immobilie für rund zwölf Millionen Euro erworben, um dort dringend benötigte zusätzliche Büros für die Mitarbeiter des Landratsamtes unterzubringen. Doch dann explodierten die veranschlagten Sanierungskosten, kletterten von 3,3 auf über elf Millionen Euro. Eine Variante wurde im September vergangenen Jahres sogar mit rund 97,5 Millionen Euro veranschlagt. Der Kommunale Prüfungsverband wurde eingeschaltet.

„Die sind nach unseren Informationen ziemlich aktiv“, sagt Grünen-Sprecher Reinhard Oellerer auf Nachfrage der EZ. Auch die Grünen seien intensiv tätig gewesen. Vier Aktenordner mit Unterlagen, zur Verfügung gestellt von der Landkreisverwaltung, habe die Fraktion durchgearbeitet, erklärt jetzt Oellerer. Demnach seien vor dem Kauf Hinweisen von Seiten der externen Fachbüros und des Liegenschaftsamtes bezüglich hoher Kostenrisiken in den Bereichen Unterhalt, Haustechnik, Brandschutz und energetische Sanierung nicht hinreichend nachgegangen worden.

Grüne: Es gab wohl keine Checkliste

 „Offenbar gab es keine Checkliste, welche Unterlagen und Informationen vor dem Kauf vorliegen müssten.“ Auch bei den Finanzen fühlen sich die Grünen nicht umfassend informiert. Im Oktober 2017 seien die Kosten für den Bezug des Gebäudes nach einer nun vorliegenden Vorentwurfsplanung mit 6,7 Millionen Euro vorgestellt worden. Die zusätzlich mittelfristig zu erwartenden Kosten von 5,65 Millionen Euro, die in dem Vorentwurf genannt seien, seien weder schriftlich noch mündlich erwähnt worden.

„Fehlleistungen dürfen sich nicht wiederholen“

Der Ebersberger Kreistag habe die bittere Erfahrung machen müssen, dass er sich auf die korrekte, umfassende und rechtzeitige Information durch die Verwaltung nicht verlassen konnte, so die Grünen. Es sei Aufgabe des Landrats, die organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen, „damit sich Fehlleistungen dieser Art nicht wiederholen können“.

Lesen Sie auch: Sparkassengebäude ein Fass ohne Boden

Bleibt die Frage, wie das Raumproblem des Landratsamtes gelöst werden kann. Möglich seien unter anderem eine Erweiterung am bestehende Standort oder eben Veränderungen am Sparkassengebäude. Die Varianten müssten nach Ansicht der Grünen erst noch geprüft werden. „Eine Neubewertung der Kosten und Möglichkeiten der Renovierung und Umgestaltung des Sparkassengebäudes steht allerdings erst noch am Anfang.“

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