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Bürgermeisterkandidat Alexander Gressierer (M.) und die Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat. 

Jetzt stehen die Namen fest

Stadtratsliste der Ebersberger CSU: Viele Frauen und ein Überläufer

Jünger, weiblicher, insgesamt durchmischter sollte das Team sein, das für die CSU bei der Kommunalwahl im März 2020 Sitze im Ebersberger Stadtrat gewinnen soll. Mit diesen Gedanken im Hinterkopf hat Alexander Gressierer, Bürgermeisterkandidat und Ortsvorstand, „seine“ Liste zusammengestellt.

Ebersberg – Neben den „alten Hasen“ finden sich bisher politisch gänzlich unbeschriebene Namen, welche die Partei ein gutes Stück bunter machen. „Je vielfältiger der Schatz an Erfahrungen, desto fruchtbarer wird es“, sagte Gressierer bei der Nominierungsversammlung am Donnerstagabend, 10. Oktober,  in Oberndorf.

Vielfältige Lebensläufe

„Ich habe mich bemüht, möglichst unterschiedliche Generationen, Lebensläufe, Interessensgruppen und Berufe abzubilden“, erklärte er. Menschen, die sich auf unterschiedlichste Weise und in den unterschiedlichsten Vereinen und Gruppierungen engagiert für ein lebenswertes Leben in Ebersberg einbrächten.

Gressierer sei es ein großes Anliegen gewesen, ein halbwegs ausgewogenes Geschlechterverhältnis herzustellen. In der amtierenden Stadtratsfraktion sieht es in dieser Hinsicht erschreckend anders aus: Bei den elf CSU-Stadträten sind gerade einmal zwei Frauen, das sind nicht einmal 20 Prozent.

Neun Frauen auf der Liste

Das soll sich nun ändern. Von den 24 Kandidaten um einen Stadtratsposten ab Frühjahr 2020 sind neun weiblich, vier von ihnen haben einen der ersten zehn Listenplätze erlangt. Gressierer: „Bei den Neuen haben wir sogar die Parität geschafft.“

Zwei dieser „Neuen“ sind Alica Mauritz (Listenplatz 4) und Birgit Hühn (Platz 7). Beide von ihnen waren bisher zwar in diversen Vereinen ehrenamtlich sehr aktiv, nie aber politisch, weder Mitglied der CSU noch anderer Parteien. Erstere ist aktiv beim Kinderschutzbund, bei den Klosterseefreunden, im Volksfestverein und beim Christkindlmarkt. Durch ihr breites Engagement ist die 25-jährige Projektleiterin gerade in der jüngeren Generation sehr gut vernetzt und damit ein Trumpf für Gressierers Liste. Gott und die Welt kennt auch Hühn. Die Mutter von zwei jugendlichen Kindern war Elternbeirätin in diversen Einrichtungen, hat den Ebersberger Ferienspaß mit ins Leben gerufen, saß im Pfarrgemeinderat, ist in der Kolpingfamilie und im Gartenbauverein.

Hans Hilger wechselt die Seiten

Zwar kein neues, aber zumindest ein mit neuer Farbe bemaltes Gesicht ist Hans Hilger (Platz 9). Der Öko-Landwirt und fünffache Familienvater aus Traxl sitzt seit sechs Jahren für die Freien Wähler im Stadtrat. Ihn zieht es aber wieder zurück zur CSU, wo er auch früher schon Mitglied gewesen war. „Inhaltlich fühle ich mich hier besser aufgehoben“, sagte er.

Mit der Liste hofft die CSU gut aufgestellt zu sein für „eine ganz besondere Wahl“, wie der ehemalige Ortsvorsitzende Florian Brilmayer (Platz 6) betonte: „Wir müssen richtig kämpfen, um als CSU zu gewinnen“, sagte er. Damit spielte er einerseits auf die starke Konkurrenz der fünf Bürgermeisterkandidaten an. Andererseits stellt die neue Wählergemeinschaft „Pro Ebersberg“ einen weiteren Mitbewerber dar.

Überblick

Die Liste: 1. Alexander Gressierer, 2. Marina Matjanovski, 3. Josef Riedl, 4. Alica Mauritz, 5. Martin Schedo, 6. Florian Brilmayer, 7. Birgit Hühn, 8. Martin Schechner, 9. Hans Hilger, 10. Maria Festl, 11. Achim Schmeißer, 12. Günter Obergrusberger, 13. Alexander Fabrici, 14. Robert Schäfer, 15. Florian Hellmich, 16. Michael Stuhlmann, 17. Rita Grampp, 18. Thomas John, 19. Edward Sofeso, 20. Elke Neumann, 21. Barbara Lang, 22. Krystof Chlebik, 23. Monika Samii-Pichlmaier, 24. Ingrid Mumhofer; Nachrücker: 25. Stefan Deierling, 26. Julian Bauer.

Uta Künkler

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