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Die Stadt Ebersberg erteilte keine Genehmigung: Die Truckerparade auf dem Volksfestplatz der Kreisstadt darf nicht stattfinden.

Obwohl Veranstalter großzügige Spenden ankündigt, legt die Stadt Veto ein

Trucker dürfen nicht auf den Ebersberger Volksfestplatz

Die Ebersberger feiern hier, die Anlieger müssen es aushalten. Jetzt wäre auf dem Volksfestplatz eine große Veranstaltung dazugekommen. Die Stadt sagte diesmal „nein“.

Ebersberg – Der Ebersberger Volksfestplatz ist zentral gelegen, von allen Seiten der Stadt aus gut zu erreichen und nur einen Steinwurf vom Bahnhof entfernt. Ein derartig innenstadtnaher Platz erscheint ideal für Veranstaltungen.

Aber es gibt auch Schattenseiten, wie im Kulturausschuss des Stadtrats unlängst erneut zu erfahren war. Das Glück der Kreisstadt über den zentralen Volksfestplatz hat einen Haken: Wohnhäuser sind nicht weit, einige grenzen direkt an den Platz an. Lärmbelästigung und Unmut über laute Veranstaltungen sind quasi programmiert.

Klassiker sollen nicht gefährdet werden

Um die Geduld der Anwohner nicht zu strapazieren und die Klassiker im Ebersberger Festkalender nicht zu gefährden, haben die Ausschussmitglieder nun eine weitere Veranstaltung abgelehnt.

Ein Trucker-Verein wollte ein großes Treffen in Ebersberg abhalten. Bis zu 300 außergewöhnliche Fahrzeuge aus ganz Deutschland sollten am Volksfestplatz ausgestellt werden. Dazu sollte ein Rahmenprogramm mit Schaustellern und Essensbuden sowie Attraktionen für Kinder und Livemusik in der Volksfesthalle auch die Ebersberger unterhalten.

Bemerkenswert: Die Trucker stellten großzügige Spenden für gemeinnützige Einrichtungen in Ebersberg in Aussicht. Doch die Stadträte befürchten Ärger mit den Anwohnern im Bereich Attenberger-Schillinger-Straße/Pfarrer-Grabmeier-Allee.

Lesen Sie dazu auch: Nach dem Fest ist vor dem Fest

Beschwerden aus der Nachbarschaft

Die Stadt Ebersberg habe bereits bei den bisherigen jährlichen Veranstaltungen „mit Beschwerden aus der Nachbarschaft zu kämpfen“, warnte Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU). Da sei es „zu gefährlich“, die Anwohner noch mehr zu verärgern und ihr Wohlwollen endgültig zu verspielen. Susanne Schmidberger (Grüne) befürchtete zudem eine „enorm hohe Feinstaubbelastung“ in der Stadt. Die Spenden für eine wohltätige Einrichtung hätte Edi Zwingler (FW) dennoch gerne gesehen. Er stimmte als Einziger für die Veranstaltung. UTA KÜNKLER

Ebenfalls interessant: Feuerwerk: Grüne schießen sich auf Brilmayer ein

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