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„Ich will ein Bürgermeister sein, wie ich eben bin. Bodenständig, unabhängig, visionär, weltoffen, einer, der Ebersberg und seine Einwohner weiterbringt“: Uli Proske bei seiner Bewerbungsrede.

SPD nominiert Uli Proske zum Bürgermeisterkandidaten

„Der Beste für Ebersberg“

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Jetzt ist es offiziell: Die Ebersberger SPD hat Uli Proske zum Bürgermeisterkandidaten nominiert. Er soll Walter Brilmayer (CSU) beerben.

Ebersberg– „Ich will ein Bürgermeister sein, wie ich eben bin. Bodenständig, unabhängig, visionär, weltoffen, einer, der Ebersberg und seine Einwohner weiterbringt.“ Das war der letzte Satz in der Bewerbungsrede von Uli Proske und auch der Kern seines Programms. Es folgte langer Applaus und dann ein einstimmiges Votum der Genossen.

Eine Viertelstunde hatte Proske sich in seiner Vorstellungsrede bei den SPD-Mitgliederversammlung in familiärer Atmosphäre als einziger Kandidat präsentiert. Die Reaktion war Aufbruchsstimmung.

Chef der Wasserversorgung und Kommandant

Proske, verantwortlich für die Wasserversorgung der Stadt, hatte seine Rede sehr persönlich gehalten, band seine Zuhörer mit einem kurzem Quiz zu jüngeren Ebersberger Geschichte mit ein. Einwohnerzahl im Jahr 1970, dem Geburtsjahr des Kandidaten, oder zu Badeseen im Stadtgebiet mit dem Hinweis, dass er im Gspraiter Weiher von seiner Mutter das Schwimmen gelernt habe.

Breiten Raum nahm sein Engagement bei der Feuerwehr ein, mittlerweile seit 33 Jahren, seit 1996 als Kommandant. Dabei wies Proske auf Grundprinzipien hin: Helfen ohne Ansehen der Person, als Einsatzleiter auch in unübersichtlichen Situationen den Überblick behalten, stets zwei Schritte weiter denken, um die richtigen Mittel zur richtigen Zeit am richtigen Orts einzusetzen.

Teamarbeit gefragt

Man müsse reden, anderen zuhören und dürfe vor allem in ernsten und schwierigen Situationen das Lachen nicht verlernen. Allein gehe das nicht. „Nur im Team und als Teamplayer können wir gemeinsam etwas erreichen.“ So sieht er auch seine politische Arbeit. „Ich will mit euch, die in und um Ebersberg leben, gemeinsam die Zukunft unserer Stadt gestalten.“

Proske nannte zentrale Themen, die angegangen werden müssten: Bezahlbarer Wohnraum, Verkehr in den Griff bekommen, ohne weiter im großen Maß Flächen zu versiegeln, Jobs und Firmen am Ort halten und neue Arbeitsplätze schaffen. Oder die Frage: „Wie machen wir Ebersberg grüner, ökologischer, klimafreundlicher, fahradfreundlicher?“ „All das will ich mit euch gemeinsam anpacken. Ich will mit euch, die in und um Ebersberg leben, gemeinsam die Zukunft unserer Stadt gestalten.“

Grüner Marienplatz

Proske will vieles, das schon auf den Weg gebracht wurde oder noch in der Entwicklung steckt, zielstrebig weiter verfolgen. Er nannte dazu einen neuen, verkehrsberuhigten, grünen, blühenden Marienplatz, Ausbau und Erhalt des Sportparks und das Hallenbad, das dringend saniert werden müsse, sowie Kinderbetreuung, die sich an den Bedürfnissen der Familien orientiere. Dazu wolle er den Dialog suchen und die Ebersberger mit einbeziehen. „Gemeinsam wollen wir in die Zukunft schauen.“

Proske betonte, er habe die Entscheidung zur Kandidatur zunächst mit seiner Familie besprochen und „grünes Licht“ erhalten. Seine Ehefrau und die drei Kinder waren an diesem Abend dabei. Und es gab auch ein Familienfoto nach der erfolgreichen Nominierung. Die Unterstützung ist da, hat aber auch ihre Grenzen. „Meine Kinder müssen nicht mit meinen Werbe-T-Shirts rumlaufen“ sagte Proske gegenüber der EZ.

SPD sieht historische Chance

Die Ebersberger SPD-Landtagsabgeordnete Doris Rauscher, die Uli Proske als Kandidaten vorgeschlagen hatte, sprach von einer historischen Chance. Sie werde oft angesprochen. „Alle sind hellauf begeistert, alle habe Freude zum Ausdruck gebracht.“

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Proske kenne Ebersberg, so Rauscher, er habe Bodenhaftung und ein sehr gutes Gefühl für die Menschen. Er sei nicht künstlich, sondern echt und denke über den eigenen Tellerrand hinaus. „Wir nominieren den Besten für Ebersberg. Ich freue mich auf einen gemeinsamen Wahlkampf.“

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