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Vor allem Risikopatienten sollten sich gegen Grippe impfen lassen.

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Ebersberger Chefarzt rät: Gegen Grippe impfen! Jetzt!

Auf Geldscheinen, Türklinken und an Haltegriffen in der Bahn lauern sie: Grippeviren. Im vergangenen Winter legten sie ganz Bayern lahm. In dieser Saison sind im Landkreis noch keine Influenza-Fälle bekannt. Damit das so bleibt, gibt es heuer einen anderen Impfstoff.

Landkreis – Die vergangene Grippewelle ist den meisten Menschen noch gut in Erinnerung: Sie lähmte Schulen, Behörden und den Nahverkehr. 575 Influenza-Fälle gab es während der Epidemie im Landkreis, sagt Evelyn Schwaiger, Sprecherin des Ebersberger Landratsamts. Das waren gut 400 Infektionen mehr als während der Grippesaison 2016/2017. Damals waren 162 Menschen an der echten Grippe erkrankt.

Der Dreifach-Impfstoff, der vergangene Saison verwendet wurde, kam gegen den vorherrschenden Erreger nicht an. Den effektiveren Vierfach-Impfstoff bekamen meist nur Privatpatienten.

Das ändert sich in dieser Saison: „In diesem Jahr bekommen auch Kassenpatienten den Vierfach-Impfschutz“, sagt Thomas Bernatik, Chefarzt der Inneren Medizin und stellvertretender Ärztlicher Direktor der Kreisklinik Ebersberg. Der neue Impfstoff soll auch bei anderen Virenstämmen anschlagen.

Bernatik rät vor allem Risikogruppen den Gang zum Hausarzt. „Menschen über 60, Schwangere, chronisch Kranke sowie Mitarbeiter in Pflegeberufen sollten sich jetzt dringend impfen lassen.“

Betroffene einer Influenza müssen stark husten und sind extrem angeschlagen, hinzu kommt Erbrechen und Fieber. Die Atemwegserkrankung kann ernsthafte Folgen für Risikopersonen haben: Herzerkrankungen und Immunsystemversagen, die zum Tod führen können.

Zusätzlich zur Impfung sollten die Hände oft und ausgiebig gewaschen werden. Desinfektionsmittel für die Tasche helfen nur wenig, meint Thomas Bernatik. „Hat einen die Grippe erwischt, sollte viel Wasser getrunken werden“, rät der Internist. Zwei Wochen kann es dauern, bis sich der Erkrankte von der Grippe erholt hat, erklärt der Mediziner.

Derweil kursieren Meldungen im Internet, dass der Impfstoff bereits knapp sei. Annett Lang von der Rathaus-Apotheke in Ebersberg gibt Entwarnung: „Im Moment haben wir keine Engpässe.“

Influenza-Fälle im Landkreis sind dem Landratsamt und der Kreisklinik bisher noch nicht bekannt.

Gut stehen die Zeichen beispielsweise auch in der Grund- und Mittelschule in Ebersberg: „Derzeit sind unsere Schüler unterdurchschnittlich erkrankt“, sagt Schulleiter Alexander Bär auf Nachfrage.

Die Grippesaison hat aber gerade erst begonnen, mahnt Chefarzt Thomas Bernatik. „Erst nach Weihnachten geht’s richtig los.“

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Max Wochinger

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