ILLUSTRATION - Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen, dessen Blaulicht aktiviert ist.
+
Ebersberg: Die Polizei rückte zu einem Unfall aus - und beendete dort eine illegale Party. (Symboldbild)

Unfall bei illegaler Feier

Corona-Party in Rohbau nimmt blutiges Ende: Polizei rückt an - Verletzter Mann im Krankenhaus

  • Moritz Bletzinger
    vonMoritz Bletzinger
    schließen

In Ebersberg wurde die Polizei zu einem Unfall gerufen. Durch Zufall entdeckten die Beamten so eine illegale Party in einem Rohbau.

Ebersberg - Eine Gruppe feierwütiger Menschen hat es in der Nacht auf Samstag zu weit getrieben. Nach einem unglücklichen Unfall wurde ihre illegale Corona-Party in einem Rohbau entdeckt.

Ebersberg: Blutiger Unfall beendet Corona-Party - Polizei löst Feier nach Treppensturz auf

Ein 44-Jähriger stürzte bei der Feier eine Treppe hinunter, teilt die Polizei auf Anfrage der Deutschen Nachrichten-Agentur mit. Der blutige Unfall war offenbar das Ende der Party. Die anderen Feiernden alarmierten wohl den Rettungsdienst. Vor Ort kümmerten sich die Beamten um den Verletzten und lösten die Feier auf.

Mit einer Platzwunde wurde der stark betrunkene Mann ins Krankenhaus gebracht, schildert ein Polizeisprecher. Über seinen jetzigen Gesundheitszustand wurden keine Angaben gemacht. Auch die Zahl der beteiligten Personen wurde nicht bekannt gegeben. Ihnen droht nun vermutlich eine Anzeige wegen Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz.

Corona in Bayern: Inzidenz in Ebersberg steigt - Landkreis ergreift Eigeninitiative

Im Landkreis Ebersberg kommt es derzeit vor allem unter Kindern und Jugendlich zu vielen Neuansteckungen. Die Infektionszahlen steigen. Und nach einigen Tagen kam es nun auch wieder zu neuen Covid-Todesfällen. Mithilfe der Bundeswehr plant der Landkreis nun eine eigene „Control-Covid-Strategie“. Zentral dafür sind häufige Tests, um die Infektionsketten aufzudecken.

An Bayerns Corona-Strategie hatte der Ebersberger CSU-Landrat Robert Niedergesäß zuletzt heftige Kritik geübt. Die Politik von Markus Söder führe ins Nichts, beklagt er. „Mehr Tests bedeuten mehr Fälle, mehr Fälle bedeuten wiederum mehr Einschränkungen für alle“, so Niedergesäß, „das läuft notwendigen Öffnungsstrategien entgegen.“

Nun ergreift der Landkreis also Eigeninitiative. Vor allem die Testpflicht für Schülerinnen und Schüler stößt dem CSU-Landrat derweil gewaltig auf. In diesem Kontext hatte er auch zur Kritik angesetzt. Dass Schnell- oder Selbsttests nicht in die 7-Tages-Inzidenzwerte einbezogen werden, ließ er unerwähnt.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare