Zimbabwe: Partei setzt Präsident Robert Mugabe ab

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Eine Photovoltaik-Anlage am Museum für Wald und Umwelt auf der Ludwigshöhe in Ebersberg scheiterte bisher am Veto des Denkmalamtes. Dafür gab es jetzt Kritik im Technischen Ausschuss der Kreisstadt. Foto: Stefan Rossmann

Museum Wald und Umwelt

Denkmalschutz gegen Klimaschutz

Ebersberg - Seit acht Jahren scheitert der Versuch, auf dem Museum Wald und Umwelt eine Photovoltaik-Anlage zu errichten. Woran liegt es?

Ganze acht Jahre schon wollen die Grünen im Stadtrat Ebersberg eine Photovoltaik-Anlage am Museum für Wald und Umwelt auf der Ludwigshöhe realisiert haben. Bisher wurde nichts daraus.

Immer wieder kamen aus dem Bereich des Denkmalschutzes und Naturschutzes Querschläger, weshalb das Ansinnen seit dem Jahr 2008 immer erfolglos blieb. Nun hat die Fraktion einen erneuten Anlauf genommen und einen Antrag auf erneute Prüfung gestellt.

Bauamtsleiter Thomas Spindler informierte die Mitglieder des Technischen Ausschusses im Stadtrat bei ihrer jüngsten Sitzung über die Reaktionen aus dem Landratsamt. Ergebnis: Das Waldmuseum wird vom Denkmalschutz als schützenswerter Ensemblebau eingestuft. Auch das Dach des Neubaus, auf dem die Grünen gerne Kollektoren sehen würden, fällt also unter Denkmalschutz.

Eine Alternative gäbe es theoretisch auf der freien Fläche daneben. Hier aber gibt es wiederum naturschutzrechtliche Vorbehalte, denn das Gebiet ist als Schutzgebiet ausgewiesen. Er sei „sehr enttäuscht“, schimpfte Grünen-Stadtrat Philipp Goldner. „Das ist in keinster Weise nachvollziehbar!“ Denkmalschutz und Klimaschutz seien schließlich laut Landesamt für Denkmalpflege gleichberechtigte Belange. „Und hier geht es nicht um irgendein Dach, sondern bezeichnenderweise um das Dach des Museums für Wald und Umwelt.“

Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) pflichtete Goldner bei: „Natürlich wäre es gerade auf dem Dach einer Umweltbildungseinrichtung sehr vernünftig, wenn man zeigen könnte, dass man Klimaschutz ernst nimmt.“

Die von den Grünen beantragte Anlage auf dem Westdach des neueren der beiden Gebäude soll lediglich den Eigenverbrauch des Museums und der Umweltstation decken, nicht aber Energie ins allgemeine Netz einspeisen. Die Räte entschieden sich mit 7:2 Stimmen dafür, den Antrag auf neuerliche Prüfung noch einmal schriftlich an die entsprechenden Stellen im Landratsamt zu stellen. Bisher wurde nur mündlich angefragt.

Kampfeslustig zeigte sich der Bürgermeister: „Wenn’s daneben geht, hätte ich große Lust, dass wir an einer Stelle am Waldmuseum eine Tafel errichten, die darauf verweist, wie sehr wir uns in Deutschland mit den Vorschriften manchmal selbst im Wege stehen.“ Diese Idee kam bei den Stadträten gut an. Bedenken meldete Alois Lachner (CSU) an: „Die Tafel wird am Ende wahrscheinlich am Denkmalschutz scheitern!“

Von Uta Künkler

Einen Kommentar zu diesem Artikel lesen Sie in der Printausgabe der Ebersberger Zeitung vom 11. März 2016.

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