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Weiterhin umstritten bleibt der Kauf der Kreissparkasse Ebersberg durch den Landkreis Ebersberg.

Diskussion um Kauf des Ebersberger Sparkassengebäudes ebbt nicht ab

Freie fordern Kosten-Nutzen-Rechnung

  • Michael Seeholzer
    vonMichael Seeholzer
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Die öffentliche Diskussion um den Kauf des Sparkassengebäudes durch den Landkreis Ebersberg geht weiter.

Ebersberg – Jetzt haben sich die Freien Wähler zu Wort gemeldet. Sie unterstützen den Antrag der Grünen im Kreistag, schonungslos offen zu legen, wie drei Sachverständige die Sanierungskostensumme des Sparkassengebäudes von 3,3 Millionen errechneten, jetzt aber Kosten von 11,1 Millionen erwartet werden.

„Wer waren diese Gutachter? Ist darin eine energetische Generalsanierung des Gebäudes enthalten?“, fragt Kreisvorsitzender Wilfried Seidelmann in einer aktuellen Erklärung der Freien Wähler. „Ergänzend fordern wir vom Landratsamt eine transparente Kosten-Nutzung-Rechnung, unter anderem, wieviel Miete wird eingespart, wenn ausgelagerte Behörden, z.B. die KFZ-Zulassungsstelle, die Energie-Agentur, die Behörde für besondere soziale Angelegenheiten in das ehemalige Sparkassengebäude einziehen?“

Die Freien Wähler fragen sich, wie viele Einkünfte erzielt werden könnten durch Teilvermietung der 3500 qm² Bürofläche oder des großen Sparkassensaales. Dieser fasse bei Theaterbestuhlung 426 Personen und sei bei Bedarf teilbar in drei kleinere Säle. Über 200 Tiefgaragenstellplätze stünden zur Verfügung.

„Andererseits bitte ich zu bedenken, kauft ein Investor für 16 Millionen das 8654 qm² große Grundstücksareal in bester zentraler Lage nahe zur S-Bahn Ebersberg, reißt das Verwaltungsgebäude ab und errichtet einen gesichts-losen Wohnkomplex, inklusive Verbauung des Sparkassenvorplatzes. Kann dies im Sinne der Stadt Ebersberg und des Kreises sein?“

Die Entscheidung des Kreistages, das Sparkassengebäude zu erwerben, mit nur einer Gegenstimme, sei eine Entscheidung für die nächsten Jahrzehnte, um endlich den Mangel an Büroflächen für das Landratsamt zu beseitigen. Es werde in den nächsten Jahren ein Zuzug von etwa 30 000 Neubürgern im Landkreis erwartet, merkt Seidelmann an.

Ständige Anbauten und Aufstockungen des jetzigen Landratsamtes seien nur teure Zwischenlösungen, aber auch in Höhe von mehreren Millionen Euro.

„Trotzdem muss auch hier, wie in der freien Wirtschaft üblich, eine langfristige Investitionsrechnung in größtmöglicher Transparenz erstellt werden, bezüglich Sanierung oder Weiterverkauf des Sparkassengebäudes“, regt Seidelmann an.

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