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Der Wasserleitungsbau im Zentrum von Ebersberg wird fortgesetzt. Die Besitzer der Geschäfte am Marktplatz sehen das mit ernster Sorge.

Eberhardstraße in Ebersberg muss gesperrt werden - Behinderungen 

Kreisstadt sechs Wochen dicht

Die Stadt Ebersberg wird für den überörtlichen Verkehr gesperrt – aber nur vorübergehend. Sechs Wochen lang in den Sommerferien wird es ruhig in der Kreisstadt.

Ebersberg – Die Nord-Süd-Achse Eberhardstraße wird nicht befahrbar sein. Der Grund: Eine neue Asphaltdecke und eine neue Wasserleitung unter dem Rathaus.

Stadt verlegt neues Rohr

Das Straßenbauamt Rosenheim will die Straßendecke der Eberhardstraße erneuern. Gleichzeitig muss das letzte Teilstück der alten Wasserversorgung zwischen Marienplatz und Ulrichstraße durch ein neues Rohr ersetzt werden. Damit die Stadt nur einmal für den Nord-Süd-Verkehr abgeriegelt werden muss und Autos und Laster über die umliegenden Weiler geführt werden können, wurden beide Vorhaben zeitlich zusammengelegt. Und weil dann gerade ohnehin alles aufgerissen ist, legt Erdgas Südbayern bei der Gelegenheit noch neue Gasleitungen.

Am 1. Ferientag geht‘s los

Startschuss für die Sperrung und Umleitung des überörtlichen Verkehrs ist mit dem ersten Ferientag am 29. Juli. Auf Marienplatzseite beginnen die Arbeiten für die Wasserversorgung bereits einige Tage früher, direkt nach dem Weinfest des Spielmannszugs.

Rathaus mit statischen Problemen

„Wir müssen die Eberhardstraße nach den Ferien wieder öffnen, bis dahin müssen wir einfach fertig sein“, hat Christian Pfeifer vom städtischen Bauamt in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses beschworen. So ganz einfach wird das nicht. Denn das Vorhaben hat es in sich. Es geht laut Pfeifer nicht, die Leitung nördlich oder südlich um das Rathaus herumzuführen. Grund hierfür sind offenbar unter anderem statische Probleme, die durch einen massiven Erdaushub neben dem historischen Gebäude entstehen könnten. Darum muss die Leitung mittendurch, besser gesagt: untendurch. In bis zu sieben Metern Tiefe wird ein 80 Zentimeter breites Rohr direkt unter dem Jahrhunderte alten Rathaus hindurch gebohrt. „Ein bisserl Spannung muss schon sein“, kommentierte Pfeifer die Pläne. Freilich müsse man neben den Statikern auch eng mit Geologen und Archäologen zusammenarbeiten.

Vielleicht neue Fundstücke

Bleibt nur zu hoffen, dass Letztere nicht wie jüngst am Marienplatz relevante Fundstücke ausmachen. Denn dann würde der Zeitplan sicher nicht zu halten sein.

VON UTA KÜNKLER

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