Auf dieser Fläche vor der Oberndorfer Kirche soll das neue Gemeindehaus gebaut werden. Zusätzlich soll ein kleiner Dorfplatz entstehen.
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Auf dieser Fläche vor der Oberndorfer Kirche soll das neue Gemeindehaus gebaut werden. Zusätzlich soll ein kleiner Dorfplatz entstehen.

CSU/FDP-Fraktion schlägt vor, einen keinen Dorfplatz zu ermöglichen

Ein Ort fürs Oberndorfer Selbstbewusstsein

  • Michael Acker
    vonMichael Acker
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Bekommt Oberndorf einen eigenen kleinen Dorfplatz? Das scheint möglich. CSU und FDP im Stadtrat machen einen entsprechenden Vorschlag.

Oberndorf/Ebersberg – Mit Ruhm bekleckert haben sich die Mitglieder des ehemaligen Ebersberger Stadtrats und Ex-Bürgermeister Walter Brilmayer nicht, was das ehemalige Schul- und Gemeindehaus in Oberndorf angeht. Ein sechsstelliger Betrag wurde an Planungskosten in den Sand gesetzt, weil man das alte Gebäude zunächst sanieren wollte. Das ist Geschichte: Das Haus wurde abgerissen, die zu erwartenden Kosten hatten bei den Stadträten Schwindelgefühle ausgelöst.

Kleiner bauen, mehr Wohnungen für Geringverdiener schaffen

Jetzt meldet sich die CSU/FDP-Fraktion im Stadtrat mit einem neuen Vorschlag zu Wort, was mit dem nun brachliegenden Grundstück im unmittelbaren Umgriff der Kirche und dem Gemeindeteil Oberndorf insgesamt geschehen soll. Kurz gesagt: Das neue Gemeindehaus soll kleiner werden als geplant. Und: Auf städtischem Grund im Osten bzw. unten an der Schule soll weiterer Wohnraum entstehen.

Ihre Vorstellung, die unter Federführung von Stadtrat Martin Schechner aus Mailing ausgearbeitet wurde, hat die Fraktion in einen Antrag gegossen, der nun ans Rathaus ging. Darin wird laut Fraktionsvorsitzendem Florian Brilmayer (CSU) gefordert, den Neubau des Gemeindehauses „ein bisschen kleiner“ ausfallen zu lassen, um somit Platz zu gewinnen für einen kleinen Dorfplatz, für eine weniger kurvige Straßenführung und für einen behindertengerechten Zugang zum Friedhof. Im Haus sollen nach Wunsch von CSU/FDP im Erdgeschoss ein Vereinsraum und in den darüber liegenden Stockwerken vier Sozialwohnungen mit zwei bis drei Zimmern entstehen.

Zusätzliche Bauflächen im Osten

Zusätzlichen sozialen Wohnraum, Wohnungen für Mitarbeiter der Oberndorfer Kinderbetreuung sowie Wohnungen für Einheimische will die Fraktion östlich der bestehenden Wohnbebauung realisiert sehen. Dafür könne die Stadt eigene Flächen zur Verfügung stellen, müsse aber einen Bebauungsplan aufstellen.

Proske: Bin ergebnisoffen

Bürgermeister Uli Proske (SPD) nannte den Antrag gegenüber der Ebersberger Zeitung „interessant“. In diese Richtung habe es noch keine Planungen gegeben, das sei „alles ganz frisch“. Er wolle „ergebnisoffen“ in die Diskussion der zuständigen Gremien gehen.

Im März dieses Jahres hatten die Oberndorfer Kunstrasen auf dem Platz vor der Kirche ausgerollt, eine Bank darauf gestellt und das Stück eines Maibaums platziert. Mit dieser Aktion wollten sie ihrem Wunsch nach einem kleinen Dorfplatz Nachdruck verleihen. „Das Signal aus dem Ort wurde verstanden“, hatte der damalige Bürgermeister Walter der EZ gesagt. „Das ist auch Ausdruck des Oberndorfer Sebstbewusstseins“.

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