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Ebersberg: Für Radfahrer wird der Forst noch attraktiver

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Von: Robert Langer

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Präsentierten die neue Auflage der Freizeitkarte am Museum Wald und Umwelt (v.l.):Kerstin Mertens (Schutzgemeinschaft Ebersberger Forst), Josef Biesenberger (Bund Naturschutz), Jochen Hoepner (Radwege) und Heinz Utschig Staatsforsten, der auf den historischen Brunnen zeigt, der jetzt auch eingezeichnet ist.
Präsentierten die neue Auflage der Freizeitkarte am Museum Wald und Umwelt (v.l.):Kerstin Mertens (Schutzgemeinschaft Ebersberger Forst), Josef Biesenberger (Bund Naturschutz), Jochen Hoepner (Radwege) und Heinz Utschig (Staatsforsten), der auf den historischen Brunnen zeigt, der jetzt auch eingezeichnet ist. © Stefan Rossmann

Die neue Auflage der Freizeitkarte zum Ebersberger Forst wurde jetzt vorgelegt. Ein zusätzliches Angebot sind zwei Radrundtouren für Familien.

Landkreis – Um den wiederentdeckten mysteriösen Brunnen im Ebersberger Forst hatte es erhebliche Aufregung gegeben (wir berichteten), in der neuen Freizeitkarte des Ebersberger Forsts, die am Montag vorstellt wurde, ist er ebenso vermerkt wie viele andere Sehenswürdigkeiten. Heinz Utschig, Chef des Wasserburger Forstbetriebs, der für den Ebersberger Forst zuständig ist, sagt, dass derzeit überlegt, wie der historische Brunnen künftig der Öffentlichkeit präsentiert werden solle. Aktuell ist die Fundstätte gesichert. Im September könnte es dort aber eine Veranstaltung anlässlich des Tags des offenen Denkmals geben.

Achte aktualisierte Auflage

So lange muss man bei anderen Sehenswürdigkeiten nicht warten. Die achte aktualisierte Auflage der Freizeitkarte bietet eine umfassende Informationsgrundlage zum Erholungs- und Freizeitangebot im Forst.

Vielfältiges Waldgebiet

Neu sind zwei Radrundwege mit jeweils 25 Kilometern Länge, die Jochen Hoepner entwickelt hat. „Das sind flache Familientouren und damit auch für Kinder geeignet“, sagt der bekannte Buchautor für Radtouren aus Baldham. Eine der Touren verläuft im westlichen Teil des Forsts und führt unter anderem an der Hollerith-Eiche vorbei. Die zweite Route liegt eher im Zentrum des Forsts und hat unter anderem das Fledermaushaus als Station. Von allen rund um den Forst liegenden Orten könnten diese Strecken angefahren werden, so Hoepner. Fahrzeiten seien pro Umlauf zwischen vier und sechs Stunden. „Da kann man einige der schönsten Stellen im Forst erreichen“, freut sich Kerstin Mertens (Schutzgemeinschaft Ebersberger Forst). Und man könne auch sehen, wie vielfältig das Ebersberger Waldgebiet sei.

Zusätzliche Informationen zu interessanten Punkten

Zu finden sind auf der Karte alle Rad- und Wanderwege durch den Forst oder die Parkplätze als Ausgangspunkte für Unternehmungen. Die Karte wurde in vielen Bereichen aktualisiert, der Erläuterungstext von den Forstbetrieben komplett überarbeitet und mit neuen Inhalten versehen. Zu finden sind Informationen zu Pilzen, Wildschweinen, Fledermäusen, Ameisen, Rehwild oder Rothirschen. Hingewiesen wird auf Himmelsweiher, Waldbaden, Spuren der Römerstraße, Schwarzwild-Schaufütterung, Sebastianssäule, Hügelgräber und Wildruhezonen mit Beobachtungskanzel oder Natur-Erlebnis-Pfad. Die Angaben zu Picknikplätzen wurden aktualisiert. In diesem Zusammenhang gibt es neue Ruheorte zu entdecken. Und auch in den vergangen Jahren neu angelegte Biotope sind aufgelistet.

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Erholungssuchende willkommen

Forstbetriebsleiter Utschig sagt: „Wer Angst hat, sich im Forst zu verlaufen, für den ist die Karte eine unentbehrliche Grundlage zur Orientierung.“ Utschig weist aber auch darauf hin, dass der Forst ein Wirtschaftswald ist. Hier werde unter der Woche gearbeitet. Dessen müssten sich Besucher bewusst sein. Die Karte sei auch eine Möglichkeit, Besucherströme zu lenken. Erholungssuchende seien aber natürlich willkommen.

Schutzgemeinschaft und Bund Naturschutz

Sowohl die Schutzgemeinschaft Ebersberger Forst als auch die Kreisgruppe Ebersberg des Bund Naturschutz richten sich in einem abgedruckten Vorwort an die Nutzer der Karte. Beide Seiten beleuchten aus ihrem Blickwinkel die Bedeutung des Forstes für die Natur, die Umwelt und die Menschen. Ausgeklammert wird in dem Vorwort auch nicht der derzeitige Streit um die geplanten fünf Windräder im westlichen Tel des Forsts.

Hier gibt es die Karte

Die Karte, entstanden in Zusammenarbeit der Staatsforsten mit dem Neubert-Verlag aus Poing, hat eine Auflage von 10 000 Stück. Erhältlich ist sie in der Tourismusbüros, bei den auf der Karte werbenden Firmen, dem Landratsamt Ebersberg und der Geschäftsstelle des Bund Naturschutzes.

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