Neues BRK-Heim

Katastrophenschutz in Bestlage

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Ebersberg - Am Montag erfolgte der erste Spatenstich für den Bau der neuen Einsatzzentrale des Bayerischen Roten Kreuzes Ebersberg am westlichen Ortsrand der Kreisstadt. 

Mit dem ersten Spatenstich für ein modernes Einsatz- und Ausbildungszentrum hat am Montag der lange Auszug des BRK Ebersberg von seinem Stammsitz an der Haggenmillerstraße in der Kreisstadt begonnen. Tatsächlich umgezogen wird aber erst im Herbst 2017. Dann soll das neue Domizil am westlichen Ortseingang der Kreisstadt bezugsfertig sein.

Bereits zehn Jahre zurück liegt die Grundsatzentscheidung, dass sich die Rettungswache in Ebersberg in der Haggenmillerstraße aufgrund der vorherrschenden räumlichen Enge verändern muss. Das brachte Geschäftsführer Wolfgang Strehhuber beim symbolischen Spatenstich noch einmal in Erinnerung.

Dass man sich mit der Planung lange Zeit ließ, wurde von Martin Straßer von der Firma CS Wohn- und Gewerbebau GmbH mit Sitz in Traunstein sogar gelobt. „Papier ist geduldiger als der Bau selbst“, sagte er beim Spatenstich auf dem Gelände nahe des Egglburger Sees. Dort werden drei Gebäuderiegel entstehen, die Ausbildungssäle, die Rettungswache, Büros und Verwaltungsräume sowie auch das K-Lager untergebracht, in dem die notwendigen Gerätschaften für den Katastrophenfall gelagert und vorgehalten werden.

Die Planung dafür stammt aus der Feder der Traunsteiner Firma, die mit dem Bau von schlüsselfertigen BRK-Zentralen bereits viel Erfahrung hat, wie Strehhuber betonte. Die Bauausführung selbst übernimmt die Firma Swietelsky. Das Vorhaben hat ein Finanzvolumen von 4,6 Millionen Euro und wird vom BRK aus eigenen Mitteln bestritten, die unter anderem auch aus dem Verkauf des Geländes an der Haggenmillerstraße stammen. Dem Vernehmen nach gibt es bereits einen Käufer, entstehen sollen dort in bester Lage der Kreisstadt Wohnungsbauten. Als die Pläne konkret waren, ging mit Hilfe der Verwaltung der Kreisstadt Ebersberg alles sehr schnell. Denn für die Realisierung der neuen Zentrale musste im Rahmen einer Flächennutzungsplanänderung aus Ackerfläche Bauland gemacht und ein Bebauungsplan angefertigt werden. Die exponierte Lage am Ortsrand machte Kompromisse notwendig, was die Höhe der Baukörper betrifft. Zwei Gebäuderiegel sind versetzt in Nord-Süd-Richtung angelegt, das dem Egglburger See zugewandte Gebäude ist in West-Ost-Richtung angeordnet. Alle Häuser haben einen ersten Stock, im letztgenannten sind Ausbildungsräume mit Fensterfassaden eingeplant, die den Auszubildenden bei den zahlreichen Schulungen den Blick auf den nahen See freigeben. „Und von diesen Schulungen haben wir eine Menge“, sagte Strehhuber beim Spatenstich, bevor sich die Teilnehmer zu einem Weißwurstfrühstück in die Kugler Alm begaben.

Rubriklistenbild: © jro

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