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Bespuckt, belästigt und bedroht: Kirchseeoner kommt ins Gefängnis

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Von: Raffael Scherer

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Der Eingang zum Amtsgericht Ebersberg.
Der Kirchseeoner wurde am Amtsgericht Ebersberg verurteilt. © pke

Arbeitsloser wegen vermehrter Randale in Obdachlosenheim, S-Bahn, Schulhof und Polizeiinspektion verurteilt.

Ebersberg – Weil ein Kirchseeoner mehrmals Mitbürger bedroht, beleidigt und bespuckt, sowie eine junge Frau sexuell belästigt hatte, musste sich der 54-jährige Arbeitslose vor dem Ebersberger Amtsgericht verantworten.

Ganze 20 Minuten benötigte Richterin Vera Hörauf, um die acht im Jahre 2021 im Alkoholrausch begangenen Straftaten des gebürtigen Togoers aufzuzählen. So betrat der Angeklagte etwa den Pausenhof einer Kirchseeoner Mittagsbetreuung und schrie und pöbelte dort Schüler und Lehrer an. Nachdem ein Gemeindemitarbeiter ihn bat zu gehen, drohte er diesen umzubringen.

Frage des Angeklagten: „Hat ein Schwarzer nicht das Recht eine Weiße zu berühren?“

An einem anderen Tag im Kirchseeoner Rewe wies eine Mitarbeiterin den Betrunkenen darauf hin, dass er seit längerem Hausverbot habe. Als Antwort spuckte er ihr auf den Oberschenkel. „Und das in Zeiten von Corona“, empörte sich die Zeugin. Nur wenige Wochen später, als der Kirchseeoner betrunken mit der S-Bahn fuhr, sprach er dort ein 17-jähriges Mädchen an. Dabei horchte er sie aus und streichelte ungefragt über ihren Oberschenkel. „Total unangenehm“, beschrieb die Zeugin die Situation.

Hier meldete sich erstmals der Angeklagte zu Wort und fragte: „Hat ein Schwarzer nicht das Recht eine Weiße zu berühren?“. Auf die Frage der Richterin, ob diese Frage ernst gemeint sei, antwortete er kurzerhand mit „ja“. Dazu kamen mehrere Randalen in der Obdachlosenunterkunft. Dort beschimpfte er Mitbewohner und Beamte als „Nazis“, „Arschlöcher“ und „Rassisten“, drohte ihnen mit den Worten „I kill you“ und warf Einrichtungsgegenstände aus dem Fenster.

Kirchseeoner bereits 14 mal vorbestraft

Als er dann im Dezember in der Ebersberger Polizeiinspektion in Haft saß, beleidigte und bedrohte er dort betrunken die Polizisten und entblößte sein Hinterteil. Richterin Hörauf verurteilte den bereits 14 mal Vorbestraften, der derzeit ebenfalls wegen Bedrohung und Hausfriedensbruch einsitzt, schließlich zu einem weiteren Jahr und neun Monaten Gefängnis.

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