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Mitglieder des Kreistags bei einer Besichtigung des Gebäudes.

Es geht um Bewirtschaftungskosten

Leer stehendes Sparkassengebäude frisst 2019 eine halbe Million Euro

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Die Sanierungskosten sind explodiert, doch das ist nicht alles.  Nach der bisherigen Planung für den Haushalt  fallen für das ehemalige Sparkassengebäude, das der Landkreis künftig für die Verwaltung nutzten will, 2019 bereits Bewirtschaftungskosten von rund 475 000 Euro an – auch wenn das Gebäude leer steht.

Von Robert Langer

Landkreis –  Ob der Ansatz nach der aktuellen Entwicklung jetzt verändert wird, wird sich laut Kreisfinanzchefin Brigitte Keller erst in den noch anstehenden Diskussionen zeigen. Nach der Sommerpause ist eine Sondersitzung des zuständigen Ausschusses vorgesehen, in der es um Investitionen in die Sanierung für die vom Landkreis erworbene Immobilie geht. Diese Kosten stiegen von ursprünglich 3,3 Millionen Euro (Oktober 2016) über 6,8 Millionen Euro (Oktober 2017) auf inzwischen 11,1 Millionen Euro (wir berichteten). Dieser Ansatz wird jedoch nicht dem Unterhalt zugeordnet.

Mehr Finanzmittel als 2017 will der Landkreis im kommenden Jahr in eben diesen Unterhalt seiner Immobilien stecken. Wenn der Haushalt gut dastehe, sollte man mehr Geld für den Werteerhalt der Gebäude ausgeben, sagte Landrat Robert Niedergesäß (CSU) bei der Vorberatung des Kreishaushalts 2019. Festgelegt wurden jetzt die sogenannten Eckwerte für die einzelnen Teilbereiche als Vorstufe für den eigentlichen Haushalt.

Der angesetzte Finanzrahmen für den Bauunterhalt ist in den vergangenen Jahren laut Landrat „hart an der Grenze gewesen“. Tatsächlich ist festzustellen, dass die Ansätze für den Unterhalt der Immobilien nach einem Hochstand 2009 mit über 5,1 Millionen Euro deutlich reduziert wurde auf rund 2,5 Millionen Euro 2010. Seitdem klettert der Satz wieder leicht an. Im vergangenen Jahr waren es 3,1 Millionen Euro. Hintergrund ist, dass bei allgemeinen Einsparungen der Rotstift offenbar leichter beim Unterhalt angesetzt werden kann. Heißt: Maßnahmen werden verschoben. Berücksichtigt wurden oft nur die dringendsten Projekte. Allein diese Maßnahmen werden sich laut dem jetzigen Planungsstand 2019 auf rund 3,3 Millionen Euro belaufen, wie Kreisfinanzchefin Brigitte Keller in der Sitzung des Kreisausschusses erklärte.

Insgesamt gab der Landkreis 2017 für seine Immobilien inklusive Bewirtschaftung und Personalkosten rund 10,1 Millionen Euro aus. Bereits in diesem Jahr wurde der Ansatz auf 12,1 Millionen Euro erhöht. 2019 soll er weiter auf 13,4 Millionen Euro steigen, ein Plus von rund zehn Prozent. Gründe sind neben dem Bauunterhalt höhere Kosten für die Reinigung und steigenden Personalkosten.

Insgesamt soll das Haushaltsvolumen im kommenden Jahr um rund 4,2 Prozent auf rund 58,6 Millionen Euro klettern. 2019 sollen nach aktuellem Ansatz keine neuen Kredite aufgenommen werden.

Doch das wird sich danach ändern. Denn mit dem „Masterplan Schulen“ wurden hohe Investitionen von rund 160 Millionen Euro in den kommenden Jahren beschlossen. Die größten Brocken sind der Bau des Gymnasiums in Poing und der Berufsschule, die wohl in Grafing errichtet wird. Bis Ende 2021 könnte der Schuldenberg von geplanten 48 Millionen zum Jahresende 2018 auf dann 69 Millionen Euro anwachsen.

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