Zu jeder Jahreszeit nachts ein Treffpunkt – leider auch für Vandalen: Der Klostersee in Ebersberg. Foto: Stefan Rossmann

Paragraphen gegen Vandalismus

Ebersberg - Vandalen am Klostersee - leider ein Dauerthema in Ebersberg - nicht nur im Sommer.

Die in der letzten Saison gemachten Erfahrungen hatten jetzt aber ein Nachspiel im Ebersberger Stadtrat, der sich rechtlich gewappnet und eine öffentlich-rechtliche Benutzungsverordnung beschlossen hat. Lagerfeuern auf den Stegen, Glasscherben auf dem Seegrund und Müll auf den Liegewiesen soll dadurch besser und einfacher vorgebeugt werden können.

Wenn jemand nachts im Familienbad wütet, hätte die Polizei bisher prinzipiell zunächst einen Vertreter der Stadt kontaktieren müssen, da für das Bad eine privatrechtliche Hausordnung bestand, informierte Annemarie Pfleger von der Verwaltung die Stadträte in deren jüngster Sitzung.

Das soll die Umwandlung in eine öffentliche Benutzungsverordnung nun ändern. Dadurch nämlich ist die Polizei von vornherein zur Durchsetzung der Ordnung befugt und kann auch ohne Auftrag der Stadt gegen Verstöße vorgehen und Verwarnungen aussprechen.

Zudem können durch die neue Benutzungsverordnung Bußgelder in Höhe von bis zu 250 Euro verhängt werden - eine abschreckende Maßnahme vor allem für Wiederholungstäter.

Die neue Benutzungsverordnung besagt unter anderem, dass Kinder erst ab einem Alter von sieben Jahren ohne Begleitung ins Familienbad dürfen, Hunde und Betrunkene draußen bleiben müssen und Fahrräder, Roller und Skateboards nicht mit aufs Gelände genommen werden dürfen.

Die Badesaison ist auf den Zeitraum von 1. Mai bis 30. September festgeschrieben. Während dieser ist das Familienbad täglich von 7.30 bis 22 Uhr geöffnet.

„Das heißt aber nicht, dass nicht jemand schon im April baden gehen darf“, stellte Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) klar. Dann allerdings ist das Bad nur von 9 bis 18 Uhr offen - wie das ganze Jahr über außerhalb der Badesaison. Und wer noch im Oktober frühmorgens seine Runden im kühlen Nass drehen will, der könne ja jederzeit an anderen Badestellen in den See steigen. Die Benutzungsverordnung beschränkt sich lediglich auf den umzäunten Bereich des Familienbads, das die Stadt ihren Bürgern kostenlos zur Verfügung stellt.

Von Uta Künkler

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