Personalmangel

Petition für mehr Polizisten in Ebersberg

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Ebersberg - Die  Ebersberger SPD-Landtagsabgeordnete Doris Rauscher fordert Verbesserungen für die Ebersberger Polizei. Eine Petition von besorgten SPD-Kommunalpolitikern aus Kirchseeon will sie nun an Innenminister Joachim Herrmann weiterreichen. 

Ist der Landkreis Ebersberg zunehmend unsicher? Aufgrund zahlreicher Berichte über Einbruchskriminalität im Kreis und insbesondere im Raum Kirchseeon haben sich die SPD-Gemeinderäte von dort hilfesuchend an ihre Parteikollegin und SPD-Landtagsabgeordnete Doris Rauscher aus Ebersberg gewandt.

„Im Landtag wurde mir eine Petition überreicht mit der Bitte, die Forderung nach einer Verbesserung der Personalsituation in der Polizeiinspektion Ebersberg an den bayerischen Innenminister heranzutragen“, informiert die Abgeordnete.

„Seit mehreren Wochen und Monaten ist über immer neue Fälle von Einbruch, Diebstahl und Raub zu lesen“, berichtet Rauscher von ihren Eindrücken.

„Vor allem die häufigeren Meldungen von Wohnungseinbrüchen verunsichern die Bevölkerung.“ Spätestens seit dem Überfall auf einen Döner-Imbiss in Ebersberg und einen Vorfall in Grafing, bei dem ein Juwelier vergeblich um die Unterstützung durch die Polizei ersucht habe, hätten sich mehrere Bürger an die Landtagsabgeordnete gewandt. „Sie machen sich Sorgen um die Sicherheit im Landkreis“, sagt Rauscher.

Eine erste Auskunft des bayerischen Innenministers vom September vergangenen Jahres (wir berichteten) findet die Abgeordnete wenig beruhigend. „Die Sollstärke der Ebersberger Polizei liegt demnach bei 52 Beamten, die Ist-Stärke jedoch nur bei 41 und die verfügbare Personalstärke gar nur bei 40 Beamten“. Das ist Rauscher zu wenig – noch dazu, wo sie darauf hinweist, dass derzeit nur 38 Beamte zur Verfügung stünden. „Diese Zahlen bedeuten eine Lücke von 25 Prozent“, schlägt Rauscher Alarm. Denn dem gegenüber stünden die „nicht zu verändernden Aufgaben der Polizeiinspektion Ebersberg“.

Hinzu komme außerdem, so die Abgeordnete, dass die Zahl der Delikte von Wohnungseinbruchskriminalität in Bayern aber auch im Einsatzgebiet der Ebersberger Polizei ein in ihren Augen hohes Niveau erreicht hätten, die Aufklärungsquote damit aber nicht mithalten könne. „Sie liegt im Jahr 2015 bei lediglich 15,9 Prozent“, wundert sich Rauscher.

„Gerade für eine kleine Dienststelle wie Ebersberg ist es nicht einfach, mit einer Personaldeckungsquote von lediglich 74 Prozent allen Anforderungen gerecht zu werden.“

Da die polizeilichen Aufgaben nicht von privaten Sicherheitsdiensten geleistet werden könnten und sollten, „muss die Polizeiinspektion personell gestärkt werden, um auf Hilfeersuchen schnellstmöglich reagieren zu können“, schreibt Rauscher an den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann. „Ich bitte Sie zu veranlassen, dass bei der nächsten Personalzuteilung die Polizeiinspektion Ebersberg besonders berücksichtigt wird.“ Die Situation vor Ort erfordere Herrmanns „Fürsorge für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger ebenso wie die Fürsorge für die Beamten der Polizeiinspektion“.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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