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Die Kiesgrube im Ebersberger Ortsteil Rinding darf erweitert werden. Anlieger hatten sich an den Stadtrat gewandt und moniert, dass die Straßen den zusätzlichen Schwerlastverkehr nicht stemmen könnten. 

Ebersberger Stadtrat gibt mehrheitlich grünes Licht

Rindinger Kiesgrube wird größer

Die Kiesgrube bei Rinding darf erweitert werden. Der Stadtrat hat die dafür notwendige Änderung des Flächennutzungsplans auf den Weg gebracht. Ein Verkehrsgutachten soll nun klären, ob die vorhandenen Dorf- und Zufahrtsstraßen den zusätzlichen Schwerlastverkehr stemmen können.

Ebersberg–54 Rindinger hatten sich mit einem Schreiben an das Ebersberger Rathaus gewandt. Darin monieren sie, dass die verkehrliche Erschließung der neuen Kiesabbaufläche nicht ausreiche. Die Straße zwischen Traxl und Rinding habe eine asphaltierte Breite von 4,60 Metern. Für einen Laster-Begegnungsverkehr seien aber mindestens sechs Meter notwendig. Über eine Einbahnregelung solle nachgedacht werden. Außerdem seien die Bankette nicht ausreichend befestigt.

FW-Stadtrat Hans Hilger, selbst Anwohner, bezeugte: „Es wird ständig neben der Straße gefahren, das halten die Straßenränder nicht aus.“ Der Betreiber der Kiesgrube hatte angegeben, dass durch deren Erweiterung lediglich ein bis zwei Laster pro Tag mehr über die Straßen rollen würden. Eine Zahl, der die Rindinger mit Skepsis begegnen. Ihren Berechnungen nach müssten es deutlich mehr Fahrzeuge sein. Die Anwohner erinnern in ihrem Brief an den Beschluss des Technischen Ausschusses, dass die Stadt im Zusammenhang mit der Kiesgrubenerweiterung ein Verkehrsgutachten in Auftrag geben wollte. Dieser Beschluss ist immerhin schon knapp zwei Jahre her, passiert ist seitdem nichts.

„Das sollten wir jetzt natürlich zeitnah machen“, sagte Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) in der Stadtratssitzung. „Wenn die Bevölkerung sagt, wir wollen einen Straßenausbau, dann ist das legitim“, sagte Vize-Bürgermeister Toni Ried von den Freien Wählern. Sein Parteikollege Hilger warf ein, dass man bei der Finanzierung den Kiesgrubenbetreiber „mit ins Boot holen“ müsse. Josef Riedl (CSU) warnte, nur dieses eine Unternehmen in die Pflicht zu nehmen. „Ich sehe in Rinding mehrere Betriebe, die regelmäßig mit Schwerlastern angefahren werden.“ Es wäre ungerecht, die Kosten nur das Kiesunternehmen tragen zu lassen. „Wenn, dann muss ich schon alle örtlichen Betriebe anschauen“, sagte er.

Die SPD-Fraktion sprach sich wiederholt gegen die Erweiterung der Kiesgrube aus, weil die Fläche zwar relativ klein, aber trotzdem nicht im Konzentrationsflächenplan für Kiesabbau verzeichnet ist. Die einzige Vorrangfläche für Kies im Stadtgebiet ist an der Schafweide. Wenn diese nicht ausreiche, solle man eben über den Landkreis an den Regionalen Planungsverband mit der Bitte herantreten, die Konzentrationsflächen zu überarbeiten, sagte Hans Mühlfenzl. Rosemarie Will von den Grünen pflichtete ihm bei: „Wenn wir uns nicht an die Vorrangflächen halten, brauchen wir diese gar nicht erst auszuweisen.“ Die Mehrheit der Stadträte votierte – mit sieben Gegenstimmen von SPD und Grünen – dennoch dafür, die Änderung des Flächennutzungsplans eine Runde weiter zu heben und nun öffentlich auszulegen.

Uta Künkler

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