Keine Liebe mehr

Rosenkrieg am Amtsgericht:  Ex-Freund wegen Freiheitsberaubung angezeigt

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Ebersberg - Ein Rosenkrieg  beschäftigt derzeit das Ebersberger Amtsgericht. Eine 48-Jährige aus Kirchseeon und ihr 44-Jähriger Ex-Freund, der in München lebt, sind in eine ganze Reihe von Parallelverfahren verstrickt.

Vor dem Familiengericht geht es um das Sorgerecht für den fünfjährigen Sohn und um Gewaltschutz, Amtsrichterin Vera Hörauf musste sich nun zudem mit dem Vorwurf der Freiheitsberaubung und Nötigung auseinandersetzen.

Die Mutter schilderte einen Vorfall im Dezember 2015, als ihr Freund, von dem sie sich trennen wollte, ohne Absprache den gemeinsamen, damals vierjährigen Sohn, in ein Eglhartinger Fast-Food-Lokal mitnahm. Die Mutter, die angab, sorgeberechtigt zu sein, sei später zu Fuß dazugekommen.

Die Anklage: Freiheitsberaubung und Nötigung

Weil das Kind derweil im Auto ihres Ex-Freunds eingeschlafen sei, habe sie eingewilligt, dass der Mann die beiden nach Hause bringen könne. Dieser sei aber nicht zur Kirchseeoner Wohnung, sondern weiter Richtung Grafing gefahren. Unterwegs habe er der Frau angedroht, gegen einen Baum zu fahren, „damit wir alle sterben“, so die 48-Jährige. Damit habe der Hilfskoch die Frau erpressen wollen, die Beziehung mit ihm fortzusetzen. Die Frau sei aus Angst zum Schein darauf eingegangen, worauf ihr Ex-Freund sie und das Kind nach Hause gefahren habe.

Der Angeklagte ließ die Vorwürfe über seinen Verteidiger samt und sonders abstreiten; der ganze Vorfall habe niemals stattgefunden. Die Angeklagte erzählte unter mühsamem Nachfragen von Richterin und Staatsanwalt eine Version, die im zeitlichen Ablauf deutlich von ihrer ersten Aussage am Familiengericht abwich. Daher war Hörauf die Geschichte für eine Verurteilung zu dünn – sie sprach den Mann frei. Zwei weitere Verfahren waren zuvor ebenfalls eingestellt worden.

Rubriklistenbild: © dpa/picture alliance

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