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Die Jury machte sich die Entscheidung nicht leicht.

Wettbewerb „Die gute Form“

Schreiner-Nachwuchs in Top-Form

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Johannes Wieser hat‘s geschafft. Der Barschrank des frisch gebackenen Schreinergesellen wurde Sieger im Wettbewerb „Die gute Form“ im Landkreis Ebersberg.

Landkreis– Die Qualität steigt. Ausbilder im Landkreis können sich zurecht selbst auf die Schulter klopfen. Durchgängig gute Ergebnisse gab es bei den Gesellenprüfungen der Schreinerinning Ebersberg auch in diesem Jahr wieder. Zu sehen sind die Gesellenstücke ab Mittwoch, 24. Juli, auch in der Raiffeisenbank in Zorneding.

Wie in den Jahren zuvor, waren die Teilnehmer eingeladen, nach der Gesellenprüfung, wo es ja vorrangig um die technisch-handwerkliche Ausführung geht, auch am Wettbewerb „Der gute Form“ teilzunehmen – fast alle der elf Absolventen haben ihre Gesellenstücke nach Zorneding in die Rauffeisenbank gebracht. Dort hat eine Jury entschieden, welche Möbelstücke eine „gute Form“ sind. Hier geht es um Originalität, Funktion, Gestalt, ja letztendlich um Schönheit. Raiffeisenbank-Vorstand Oliver Brandhuber freute sich, die Schreinergesellen wieder zu Gast in seinem Haus zu haben. „Eine schöne Gelegenheit für die jungen Leute, ihr Können zu zeigen.“

Dass der Nachwuchs etwas kann, bestätigten auch Innungs-Obermeister Johann M. Wieser und sein Stellvertreter Andreas Stable. „Wir sind mit den Leistungen wirklich zufrieden.“ Die Jurierung war in diesem Jahr so schwierig wie sonst auch. Aber Simon Ziereis von der Meisterschule in München, Martin Heimgreiter von der Kreishandwerkerschaft Miesbach-Bad Tölz-Wolfratshausen, Architekt Markus Steffelbauer, Bankvorstand Oliver Brandhuber und EZ-Redakteurin Sabine Heine hatten sich schnell entschieden. Jedes Möbel hatte gestalterisch sein Für und Wider. Am Ende entschied deshalb meistens der eigene Geschmack.

Wohlproportioniertes Siegermöbel aus Elsbeere

Am meisten überzeugt als „Gute Form“ hat der Barschrank von Johannes Wieser, der in der Anzinger Schreinerei Finauer gelernt hat. Proportion und Anmutung begeisterten, auch die Holzauswahl mit Elsbeere passte ausgesprochen gut.

Fast genauso gut kam der Hängeschrank von Johannes Hierl bei der Jury an. Beste Holzqualität bescheinigtem die Juroren dem Stück, das aus Lärchenholz mit schöner, gleichmäßiger Maserung gefertigt ist. Schlicht-elegant – kurz – ein besonders Gesellenstück, dass der Auszubildene der Anzinger Schreinerei Reim da gefertigt hat.

Der dritte Preis ging an ein originelles Loungemöbel aus Nussbaum mit integrierter optischer Täuschung, gefertigt von Niklas Zuran. Er wurde in der Schreinerei Stable in Grafing ausgebildet.

Jetzt darf das Publikum mitreden

Am  Mittwoch, 24. Juli,  um 18 Uhr wird die Ausstellung der Möbelstücke in der Raiffeisenbank Zorneding eröffnet. Dann sind auch die jungen Handwerker dabei. Und: Zum ersten Mal darf auch das Publikum entscheiden, welches Möbelstück „Die gute Form“ ist. Zu gewinnen gibt es Gesellschaftsspiele aus Holz.  

So wurde ein anderes Mal entschieden, als es um „Die gute Form“ ging.

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