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Noch parken auf der provisorisch befestigten Fläche Autos. Hier könnte der neue Personalbau der Kreisklinik entstehen.

Ebersberg steht vor Großprojekt

Neue Wohnungen an der Kreisklinik

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180 Personal-Wohnungen hat die Kreisklinik  als  Bedarf angemeldet. Wie viele tatsächlich auf dem Grundstück gegenüber des Krankenhauses entstehen, ist noch offen. 

Ebersberg–  Das bisherige  Personalwohngebäude im Hochhaus an der Klinik und nahe des westlichen Ortseinganges ist marode. Ein Ersatzbau ist notwendig, der aber wieder günstige Wohnungen bieten soll. Ebersbergs Bürgermeister und Vize-Landrat Walter Brilmayer (CSU) hatte schon mehrmals auf die städtebauliche Relevanz des Projektes für die Kreisstadt hingewiesen. Der Technische Ausschuss des Stadtrats hat sich bereits mit dem Thema beschäftigt. Mitte November soll es dort wieder auf der Tagesordnung stehen.

Im Kreisausschuss des Kreistages betonte jetzt Kreisfinanzchefin Brigitte Keller, die Stadt sei schon sehr konkret, was ihre Planungen angeht. Brilmayer erklärte in der Sitzung, ein Bebauungsplanverfahren werde wohl bestimmt ein Jahr dauern. 180 Wohnungen sind nach seiner Ansicht auf dem Gelände jedoch nicht möglich, aber vielleicht 100.

Stellt sich die Frage, wer das Projekt vorantreiben soll. Die Kreisklinik hatte erklärt, Wohnungsbau gehöre nicht zu ihrem Kerngeschäft. Eine Zusammenarbeit mit privaten Investoren wurde verworfen, weil diese mit einer Rendite von drei bis vier Prozent kalkulieren würden. Die Wohnungsgenossenschaft Ebersberg hatte abgesagt. Zu groß sei das Vorhaben, so die Begründung. Auch müssten ihre Mieter Genossenschaftsanteile erwerben, was für Schüler oder Pfleger der Klinik nicht so leicht zu leisten sei.

Geprüft werden soll nun, ob die Wohnbaugesellschaft Ebersberg (WBE) das Projekt übernehmen kann. Im Kommunalunternehmen ist unter anderem der Landkreis Mitglied, der auch Eigentümer der Grundstücke gegenüber der Klinik ist. Als erstes Projekt wird derzeit ein Gebäude mit 21 Wohnungen in Grafing umgesetzt. Ziel ist günstiger Wohnraum, betonte Landrat Robert Niedergesäß (CSU). Der Vorteil des Kommunalunternehmens sind hohe öffentliche Zuschüsse. Eine externe Firma würde mit dem Bau in Form eines Generalübernehmervertrages beauftragt. Später würde sich auch ein externer Verwalter um das neue Gebäude kümmern. Der Landkreis bleibt Eigentümer der Wohnungen und des Grundstücks.

Kreisrat Alexander Müller (FDP) ist skeptisch. „Wir sind da schnell unterwegs.“ Man solle jetzt nicht so tun, als ob das Engagement der WBE schon beschlossene Sache sei. Das Kommunalunternehmen gebe es erst seit eineinhalb Jahren und es sei in einer Phase, in der es gerade erst Laufen lernt, gab Müller zu bedenken. Der Personalbau der Klinik sei hingegen ein Megaprojekt mit 30 bis 50 Millionen Euro. Das müsse man mit aller Vorsicht anschauen. „Das zu prüfen, dagegen habe ich natürlich nichts.“

„Ich bin mit der Realisierung nicht so skeptisch“, betonte SPD-Kreisrat Ernst Böhm, der auch Stadtrat in Grafing ist. Man könne das Projekt auch stufenweise angehen, jedes Jahr so ein Haus hinstellen wie in Grafing, vielleicht mit zwei, drei Stockwerken mehr, erklärte er gegenüber der Ebersberger Zeitung.Da könnte man bald anfangen. Wichtig sei jetzt, was die Stadt Ebersberg im Bebauungsplan festlege.

Bürgermeister Brilmayer hatte noch auf ein weiteres Problem hingewiesen. Derzeit nutzen Klinikmitarbeiter den provisorischen Parkplatz. Diese Stellflächen würden wegfallen, wenn das Wohngebäude entsteht. Die Parkplätze seien aber sicher im Stellplatzschlüssel der Kreisklinik eingerechnet. Für die neuen Wohnungen würden dann zusätzliche Parkplätze benötigt. Wo sollen die den alle hin? Aus Spargründen will die WBE nämlich auf die Errichtung einer Tiefgarage verzichten.

Übrigens: Wenn das neue Personalgebäude steht, dann wird der bisherige Bau abgerissen. Auf dem dortigen Grundstück könnten wieder Wohnungen entstehen: das nächste Großprojekt.

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