Sie wollte unbedingt sterben: Ellen Schwiers nach langer Krankheit friedlich eingeschlafen

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Große Pläne hatte die CSU für das Gelände der Straßenmeisterei. Sie fanden keine Mehrheit. 

Starke Opposition gegen CSU-Antrag in Ebersberg

Zusammenstoß wegen Straßenmeisterei - es geht um Wohnungen

Politik ist in der Kreisstadt meist eine recht harmonische Angelegenheit. Die Stadträte aller Parteien sind sich bei großen Fragen oft einig. Aber diesmal nicht.

Ebersberg –  Auf die herrschende Harmonie im Stadtrat ist Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) stolz, wie er schon mehrfach betont hat.

Also Friede, Freude, Eierkuchen im Sitzungssaal? Eigentlich. In letzter Zeit wird schon mal etwas schärfer diskutiert. Der Grund: Nächstes Jahr stehen die Kommunalwahlen an. Plötzlich sind Parteigrenzen deutlicher zu spüren. Da kann es passieren, dass das eine oder andere Thema unerwartet ein Scharmützel nach sich zieht, bei dem auf beiden Seiten scharf geschossen wird. So unlängst bei der Frage, ob die Straßenmeisterei im Stadtgebiet bleiben oder lieber Platz für Wohnungen machen solle.

CSU will dort lieber Wohnungsbau

Der CSU-Ortsverband hatte einen Antrag eingereicht, das 15 000 Quadratmeter große Grundstück „zu Zwecken der weiteren städtebaulichen Entwicklung Ebersbergs einzusetzen“. An der Wasserburger Straße 4, 300 Meter vom Bahnhof entfernt, würde die CSU lieber Wohnungsbau sehen, hat Stadtrat und CSU-Bürgermeisterkandidat Alexander Gressierer in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses gesagt. Alternativ könne er sich dort Büros vorstellen, oder auch ein neues Feuerwehrhaus, falls das bisherige an der Eberhardstraße aufgegeben werden sollte. „Beinahe jede Flächennutzung ist bei einer solchen Lage mit guter Anbindung sinnvoller als die Nutzung als Salzlager“, sagte Gressierer. Dem wollte die Opposition im Grundsatz nicht widersprechen. Allerdings bezweifelte Christoph Münch (SPD), dass die Grundstückseigentümer Landkreis Ebersberg und Freistaat Bayern daran interessiert seien, den Standort aufzugeben. Im Gegenteil, diese planten laut Münch weitere Investitionen in die Lager. Auch befürchtete er, dass die Straßenmeisterei dann eventuell irgendwo entlang der Bundesstraße 304 angesiedelt werden könnte und Ebersberg 35 Arbeitsplätze verlieren würde.

Grüne gegen Flächenfraß

Grünen-Stadtrat Philipp Goldner sperrte sich vehement gegen weiteren Flächenfraß, falls ein neuer Standort entlang der Ebersberger Südumgehung gefunden würde. Auch Gerd Otter (Freie Wähler) hätte seine „Probleme damit, wenn irgendwo mitten in der Landschaft dafür Natur zerstört“ werden würde. Das seien alles doch nur „fadenscheinige Gründe, um einen Antrag von der CSU abzulehnen“, konterte Gressierer. Sein Parteikollege Josef Riedl warf den Oppositionsparteien Wahlkampfgebaren vor. Er bedauerte: „Wir haben doch sonst immer gut zusammengearbeitet!“ Doch SPD, Grüne und Freie Wähler blieben dabei und votierten geschlossen gegen den Antrag. Bei fünf Pro- und fünf Kontrastimmen wurde dieser abgelehnt.

VON UTA KÜNKLER

So hatte die ganze Diskussion begonnen: 

Büro- und Behördenstandort: Straßenmeisterei soll umziehen

Ebenfalls interessant: Ebersberger CSU-Chef fordert mehr Parkplätze

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