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Ein Schmerzpatient hält eine Dose mit medizinischem Cannabis in der Hand.

Cannabis-Prozess gegen Krebskranken

Kommentar: Gebt endlich den Hanf frei!

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Ebersberg - Cannabis als Medikament für Schwerkranke bezahlt die Krankenkasse nicht. Unser Autor findet: Höchste Zeit für eine Gesetzesänderung. Ein Kommentar.

Eine besorgte Nachbarin wechselt lieber die Wohnung, als ihren schwerkranken Vermieter auf die Hanfpflanzen in dessen Wintergarten anzusprechen. Diese Überreaktion offenbart einen Denkfehler, der leider nur langsam einer realistischen Wahrnehmung Platz macht, was die Droge Cannabis angeht.

Denn nicht alle, die Marihuana konsumieren, tun das aus Spaß. Für Patienten, die chronisch an starken Schmerzen leiden, sind die Wirkstoffe ein Ausweg, mit ihrem Leiden fertigzuwerden. Ohne auf einen Chemie-Cocktail aus Schmerzmitteln zurückzugreifen, der ihre Gesundheit gänzlich ruiniert.

Solche Menschen mit Gaudi-Kiffern gesetzlich in einen Topf zu werfen, ist ungerecht. Und es zwingt verzweifelte Menschen in die Illegalität.

Es ist höchste Zeit, dass die medikamentöse Behandlung mit Cannabis für Schwerkranke – und nur für diese – von der Krankenkasse übernommen wird. Dafür braucht es noch lange keine Legalisierung für alle.

Der Artikel zum Kommentar

Dieser Kommentar bezieht sich auf den Artikel "Vaterstettener Krebspatient muss wegen Cannabis-Anbau vor Gericht".

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