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Der Marktplatz in Ebersberg soll umgebaut und anders beleuchtet werden. Die Frage ist: Wie? Bei der Suche nach der Antwort könnte ein dreidimensionales Computerbild der Kreisstadt helfen. 

Neue Dimension in der Planung

Ebersberg will 3D-Stadtmodell

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Ebersberg hat sich entschieden: Es wird mit der Grafinger Firma Cadfem eine Kooperation eingehen und sich ein 3D-Stadtmodell erstellen lassen. Die Kreisstädter erhoffen sich bessere Planungsmöglichkeiten.

Ebersberg – Wie fügt sich das geplante Gebäude in die Umgebung ein, ist an der gefährlich Amtsgerichtskreuzung doch ein Kreisverkehr möglich und wie soll das neue Beleuchtungskonzept für den Marienplatz aussehen? Es sind Fragen wie diese, mit denen sich die Ebersberger Stadträte beschäftigen. Fragen, die auch in der Bevölkerung auf Interesse stoßen und für Gesprächsstoff sorgen. Künftig wird dieser wohl noch mehr werden, denn künftig werden sich Stadträte und interessierte Bürger das Entstehende noch besser vorstellen können.

Die Kommune hat sich entschlossen, in naher Zukunft mit digitalen 3D-Stadtmodellen zu arbeiten, die von dem Grafinger Unternehmen Cadfem bzw. ihrer Tochter virtualcitySYSTEMS angeboten werrden. Mit diesem Modell sollen zukünftige Entwicklungen transparenter dargestellt und somit auch die Entscheidungsfindung vereinfacht werden. Das Grundpaket kostet rund 5000 Euro im Jahr.

Im Technischen Ausschuss des Ebersberger Stadtrats wurden die Vorzüge der 3D-Modelle von Günter Müller und Stefan Trometer von Cadfem vorgestellt. Immer wieder verwiesen die beiden auf die Stadt Grafing, die sich schon vor längerer Zeit für das digitale Stadtmodell entschieden hatte und damit beispielsweise die künftige Bebauung des örtlichen BayWa-Geländes simulierte. Bürger konnten hier mit Hilfe des Modells in direkten Kontakt zur Stadtverwaltung treten und ihre Wünsche, Sorgen und Befürchtungen kommunizieren (wir berichteten). Grafings Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne) war laut Cadfem begeistert von dieser neuen Art der Bürgerbeteiligung, die sehr gut angenommen worden sei.

Ebersbergs Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) zeigte sich der Neuerung gegenüber sehr aufgeschlossen. Früher habe zum Beispiel bei Bauanträgen im Stadtrat nur mit auf den Tischen liegenden Plänen gearbeitet, später habe es der Overhead-Projektor in den Sitzungssaal geschafft, dann der Beamer. „Das hier ist der nächste Schritt“, sagte er und betonte: „Ich hielte es für einen Fehler, da jetzt nicht einzusteigen, um bei der Entwicklung ganz vorne mit dabei zu sein“.

Gerd Otter von den Freien Wähler stimmte auch für das 3D-Modell, bremste die Euphorie des Rathausches aber etwas. Er verwies auf die zusätzliche Arbeit, die auf das städtische Bauamt zukomme, das die Daten ins Modell einpflegen müsse. Otter sprach von zwei zusätzlichen Personalstelle, die da nötig würden.

Zustimmung kam auch von Philipp Goldner (Grüne) und Christoph Münch (SPD), die aber beide die Situation nutzten und das in Ebersberg fehlende Ratsinformationssystem (RIS) kritisierten, mit dem sich Bürger über Debatten im Stadtrat und seiner Ausschüsse und Beschlüsse der Gremien informieren könnten. Münch meinte, dass es vielleicht gelänge, sich den einen oder anderen Gutachter zu sparen, wenn man mit den neuen 3D-Modellen arbeiten könne.

Aus der Sicht der Stadtverwaltung sagte Bauamtsleiter Christian Stöhr, dass er ein Arbeiten mit der neuen Technik made in Grafing begrüßen würde. Damit könne man vor allem bei größeren Bauvorhaben schon im Vorfeld auf die Sorgen und Ängste der Bürger eingehen und sie in den Entscheidungsprozess frühzeitig einbinden.

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