Helden der Straße sind Schulbusfahrer, die Jahrzehnte lang die Schulkinder befördern. Die Fahrer sind besonders hohen Belastungen ausgesetzt. Viele davon sind bereits in Rente und fahren trotzdem noch für ihr Busunternehmen. Diese Busfahrer fahren seit vielen Jahren unfallfrei im Landkreis und wurden deshalb von der Kreisverkehrswacht bei der Jahresmitgliederversammlung besonders gewürdigt: (v.l.) Hans Gaggl, Alois Viehhauser, Josef Rott, Wladislaw Kieliszek, Michael Ettenhuber, Albert Schmidmeier und Emil Pollnow. Foto: kn

Kreisverkehrswacht feiert rundes Jubiläum

Ebersberg - Die Kreisverkehrswacht Ebersberg wird 50 Jahre alt. Ein historisches Datum: Am 4. Januar 1967 wurde der Zusammenschluss von Bürgern in das Vereinsregister eingetragen.

Im September 1966 hatten sich 21 Persönlichkeiten des Landkreises unter Federführung des damaligen Landrats Remigius Streibl im Personalbau des Kreiskrankenhauses zusammengefunden, um den gemeinnützigen Verein aus der Taufe zu heben. Teilnehmer, also Gründerväter, waren unter anderem die Bürgermeister von Ebersberg (Haas), Kirchseeon (Arnold) und Zorneding (Stadler), die Oberlehrer aus Steinhöring (Bares), Neufahrn (Heinrich) und Grafing (Huber) sowie Rektor Forster aus Kirchseeon und Oberschulrat Koller. Auch Regierungsrat Hermann Beham, späterer Landrat, war dabei, ebenso wie Polizeioberkommissar Pohmer. Zum 1. Vorstand wurde Fritz Bösmiller (Fiat AG Kirchseeon) gewählt, Stellvertreter des Vorstandes wurde Oberamtsrichter Johann Pohl und zum Geschäftsführer wurde Pohmer gewählt. Der Geschäftsführer der Landesverkehrswacht Kirschner überreichte zur Gründung des Vereins 150 Mark, quasi als Gründungskapital.

Landrat Streibl übernahm gerne die Schirmherrschaft des Vereins. Das erste Projekt der Verkehrswacht war die Eröffnung eines „Schulverkehrsgartens“ in Kirchseeon. An die Schulen des Landkreises wurden damals 800 Exemplare einer Verkehrsfibel ausgeliefert.

In den vergangenen fünf Jahrzehnten wurde von der „Kreisverkehrswacht Ebersberg“, wie sie heute heißt, viel unternommen und erreicht. Hunderte von Schülerlotsen und Schulweghelfern wurden in Zusammenarbeit mit den Verkehrserziehern der Polizeiinspektionen Ebersberg und Poing ausgebildet, ausgestattet und betreut und für ihre zuverlässigen Dienste gewürdigt.

Viele Autofahrer, die Jahrzehnte lang unfallfrei am Straßenverkehr teilnahmen, wurden geehrt und mit Urkunden gewürdigt. Seit Einführung des Lotsendienstes an den Schulweg-Übergängen des Landkreises ist es noch nie zu einem tödlichen Unfall gekommen. In Oberbayern steht der Landkreis Ebersberg in Bezug auf Verkehrssicherheit mit Abstand an der Spitze.

Für das kommende Jahr 2017 stehen neue Herausforderungen für die Kreisverkehrswacht auf dem Programm. Für die effektive Betreuung der Kindergartenkinder im Landkreis soll ein spezieller Fahrzeuganhänger „KIS Kinder im Straßenverkehr“ angeschafft werden. Der Anhänger wird zum Transport der Aktionselemente für Kindergartenaktionen verwendet und beinhaltet u.a. den mobilen Kindergurtschlitten, mehrere Kindersitze, sowie zahlreiches Aktionsmaterial für die Ausgestaltung einer Dunkelkammer und vieles andere mehr. Zur Finanzierung dieses Projektes ist die Ebersberger Verkehrswacht auf Zuschüsse und Sponsoren-Gelder angewiesen. Rund 80 Kindergärten im Landkreis und viele Tausend Kinder werden davon profitieren.

ez

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