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Hier wäre bei Wiesham Platz für ein Begegnungsgleis , meint der Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß. Deshalb finden derzeit Gespräche mit dem MVV statt.

Wann kommt endlich das Begegnungsgleis bei Wiesham?

Kreis will selbst die Weichen stellen

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Jetzt soll das Projekt endlich intensiver angepackt werden. Zwischen Grafing-Bahnhof und Ebersberg gibt es nur ein Gleis, das in beide Richtungen befahren wird. Es ist eine der Engstellen im S-Bahn-System. Und auch der Filzenexpress ist auf dieser Strecke unterwegs.

Ebersberg/Grafing – Vor Kurzem gab es ein Treffen von Grafings Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne), Ebersbergs Rathauschef Walter Brilmayer (CSU), Landrat Robert Niedergesäß (CSU) sowie Vertretern des MVV. „Einen kompletten, zweigeisigen Ausbau werden wir nicht schaffen“, so der Landrat. Da müsse man sich nur die Strecke durch Grafing und Ebersberg ansehen. Begegnungsabschnitte oder Begegnungsgleise in bestimmten Bereichen seien aber denkbar. „Auf der freien Strecke gibt es Möglichkeiten. Das ließe sich realisieren“, so Niedergesäß. Dazu wollen die Landkreisvertreter Anfang kommenden Jahres auf den Freistaat zugehen. „Es geht nur mit dem Freistaat, den müssen wir ins Boot holen.“

Man wolle erste Planungsschritte in die Wege leiten. Auch von einem Gutachten ist die Rede. Eine Umsetzung des Projektes werde aber wohl noch einige Jahre dauern, erklärte der Landrat. Der Landkreis wolle sich in diesen Prozess einbringen.

Im Gespräch für den Bau eines Begegnungsgleises ist schon seit Längerem der Streckenabschnitt bei Wiesham zwischen Grafing und Ebersberg. Thema war dies in diesem Jahr bei der geplanten Umgestaltung des dortigen Bahnübergangs. „Wir können bei diesem Projekt nicht auf die Bahn warten“, so Niedergesäß gegenüber der Ebersberger Zeitung. „Es liegt nicht nur am Geld, sondern an der Planreife.“ Wenn sich die Chance für einen Ausbau biete, sollten schon fertige Vorschläge vorliegen. Auch die Bahnhöfe müssten ertüchtigt werden.

Ein weiterer Punkt ist die Elektrifizierung der Bahnstrecke von Ebersberg nach Wasser. Damit werde eine andere Qualität erreicht. Das sei technisch machbar bis zur Eröffnung der zweiten Stammstrecke der S-Bahn in München, so Niedergesäß. Die Eröffnung der zweiten Röhre ist für das Jahr 2026 geplant. Über einen zweigleisigen Ausbau wird hier ebenfalls nachgedacht. Diese Forderung ist übrigens ebenfalls in einem Positionspapier der Landkreise im Gebiet des MVV festgelegt.

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