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Landrat Robert Niedergesäß findet das Verhalten der Grünen unpassend. 

Die Grünen sind schuld

Der Ebersberger Landrat ist stocksauer

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Landrat Robert Niedergesäß (CSU) ist stocksauer auf die Grünen. Was die sich erlaubt hätten, sei „unhöflich“ und „unpassend“. Etwas hätte aus seiner Sicht nicht öffentlich werden sollen. 

Landkreis– Dem Landratsamt seien die Ergebnisse offiziell erst vergangene Woche vorgestellt worden. Dem Umweltausschuss würden die Untersuchung in seiner nächsten regulären Sitzung präsentiert. Dort werde dann das weitere Vorgehen beraten.

Hintergrund: Die Kreisgrünen hatten eine Studie des Landesamts für Umwelt vorgestellt. In einem Pilotprojekt wurden 100 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Ausgleichsflächen im Landkreis untersucht. Die Hälfte davon wiesen größere Mängel auf, oder die Umsetzung sei gar nicht erkennbar gewesen.

Ausgleichsflächen werden ausgewiesen, wenn z.B. durch eine Baumaßnahme in die Natur eingegriffen wird.

„Die Benotung beziehungsweise die Untersuchung ging zurück auf unsere eigene Initiative“, betont Landrat Niedergesäß. Bereits kurz nach seinem Amtsantritt habe er auf Initiative des Naturschutzbeirates das Thema aufgegriffen und 2014 im zuständigen Umweltausschuss auf die Tagesordnung gesetzt. Schließlich habe er beim damaligen Umweltminister Marcel Huber erfolgreich die Durchführung eines Modellversuchs am Beispiel des Landkreises Ebersberg auf Kosten des Freistaates initiiert. Nun lägen die Ergebnisse vor.

„Ebersberg ist überall“, hatte der Landtagsabgeordnete der Grünen, Christian Magerl, bei der Präsentation der Studie in der Kreissstadt erklärt. Magerl vermutet, dass die Ergebnisse einer Überprüfung der Ausgleichsflächen in anderen Landkreisen ein ähnliches Ergebnis wie im Landkreis Ebersberg erbringen könnte. Niedergesäß: „Schon allein aus diesem Grund verbiete sich ein Ranking mit anderen Landkreisen, weil es noch gar keine vergleichbare Untersuchung in anderen Landkreisen gibt.“

Die Problematik, dass für die Kontrolle der Ausgleichsflächen zu wenig Personal an den Unteren Naturschutzbehörden zur Verfügung stehe, sei bayern- beziehungsweise bundesweit bekannt. Im Laufe der Jahre hätten sich allein in Ebersberg gut 1500 Ausgleichsflächen angesammelt, die mittlerweile rund ein Prozent der Landkreisfläche ausmachten. Dabei gebe es unterschiedliche Verantwortliche für die jeweiligen Flächen: Die Gemeinden, den Landkreis, Private oder den Staat. Die Ausgleichsflächen des Landkreises selber seien dabei insgesamt in einem guten Zustand, so Niedergesäß. „Es ist einer Unteren Naturschutzbehörde aber nicht zumutbar, rund 1500 Flächen dauerhaft auf deren Zustand zu überprüfen beziehungsweise die Umsetzung der Maßnahmen zu kontrollieren.“ Hier müssten diejenigen mit ins Boot, die das gesetzlich verursacht hätten, also Bund und Land.

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