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Das Museum Wald und Umwelt in Ebersberg war auch im vergangenen Jahr wieder ein Besuchermagnet.

Ebersberger Museum Wald und Umwelt

Förderkreis: Wir können nicht mehr!

Diese Zahlen toppt im Landkreis kein anderes Museum: 180 Gäste pro Woche haben 2017 das Ebersberger Museum für Wald und Umwelt besucht. Einen Anteil am Erfolg tragen die Aktiven des Förderkreises. Das könnte bald ein Ende haben: Der Förderkreis leidet massiv unter Helfermangel.

Ebersberg– Das Jahr 2017 lieferte für das Waldmuseum Superlative. 9400 Besucher haben für die Ausstellungen und Veranstaltungen den Weg auf die Ebersberger Ludwigshöhe gefunden. Über das vergangene Jahr hat Museumsleiterin Ines Linke die Stadträte in der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Kulturausschusses informiert. 2017 sei das mit Abstand besucherstärkste Jahr seit ihrem Amtsantritt 2015 gewesen, betonte sie. Höhepunkte waren laut Linke der Internationale Museumstag unter dem Motto Spurensuche, das Herbstfest zum Thema Pilze, die Ebersberger Gewerbeausstellung EGA und hochkarätige Besuche aus dem In- und Ausland. Sogar aus China war eine Delegation angereist gekommen, um sich den Ebersberger Weg der Umweltbildung zeigen zu lassen. Leider habe die Anlage des Naturerlebnispfads nicht wie geplant begonnen werden können, sagte Linke. Das stehe ebenso wie eine Wegesanierung rund um das Museum auf der Agenda für das kommende Jahr.

Eine Ausstellung unter dem Titel „Unser Haus spart Energie“ mit Eröffnung am Sonntag, 6. Mai, sowie ein Umweltbildungsprojekt zum Thema Bienen sind geplant. Neben verschiedenen Veranstaltungen habe 2017 besonders die Schau „Denkmal im Wald“ Interessierte angezogen. Linke dankte dem Förderkreis für deren Organisation: „Der Förderkreis ist sehr wertvoll für das Museum“, betonte sie.

Auch Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) lobte den Einsatz des Förderkreises. Dessen „Beiträge beleben das Museum schon sehr“, sagte er. Umso unglücklicher vernahmen die Ausschussmitglieder den Bericht von Altlandrat Hans Vollhardt, Vorsitzender des Förderkreises. Die Aktiven können laut Vollhardt ihre Aufgaben kaum noch bewältigen. Der Grund: Die Arbeit verteile sich auf viel zu wenigen Schultern. „Wir haben keine Ahnung, wie es weitergeht“, sagte er. „Es ist fraglich, ob wir diese Arbeit, wie wir sie die letzten Jahre gemacht haben, weiterführen können.“ Insgesamt hat der Förderkreis bereits 24 Sonderschauen auf den Weg gebracht. Klar sei, dass die arbeitsaufwändigen Sonderausstellungen – „Denkmal im Wald“ hat eineinhalb Jahre Vorbereitungszeit gekostet – weniger werden müssten. „Das Problem ist leider in vielen Traditionsvereinen ähnlich“, sagte Bürgermeister Brilmayer bedauernd. „Viele sind von der Arbeit der Vereine begeistert, wollen aber selbst keinen persönlichen Einsatz einbringen.“

Uta Künkler

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