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Die psychosomatische Tagesklinik der Kreisklinik Ebersberg wird vom Inn-Salzach-Klinikum übernommen. 

Ab September ist das Inn-Salzach-Klinikum zuständig

Ebersberger Psychosomatik bekommt neuen Träger

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Die psychosomatische Abteilung der Kreisklinik Ebersberg kommt nicht zur Ruhe. Ab 1. September hat sie einen neuen Träger.

Ebersberg – Nach dem Aus für die stationäre Behandlung im vergangenen Jahr, nach entsprechenden Protesten in der Bevölkerung, nach dem Weggang von Chefarzt Claus E. Krüger und nach der Umwandlung in eine reine Tagesklinik steht zum 1. September die nächste Änderung an. Ab diesem Tagübernimmt die kbo-Inn-Salzach-Klinikum gGmbH die psychosomatische Tagesklinik von dem Ebersberger Haus. Das teilte die Kreisklinik  mit.

Sie verkauft den Schritt mit positivem Anstrich und verkündet: „In diesem Zuge wird das bisherige Angebot von 15 Therapieplätzen schrittweise auf insgesamt 30 Plätze erweitert. Damit wird die Versorgung für psychische Erkrankungen im Landkreis Ebersberg deutlich ausgebaut.“

Dank des großen Netzwerks und „unserem umfassenden Gesamtangebot bündeln wir eine enorme Bandbreite an Fachwissen und Erfahrung. Davon profitiert jeder einzelne unserer Standorte“, sagt Theodor Danzl, Geschäftsführer am kbo-Inn-Salzach-Klinikum. Das kbo-Inn-Salzach-Klinikum bietet alleine im Zentralklinikum in Wasserburg 100 psychosomatische Betten und betreibt bereits vier weitere Tageskliniken für Psychosomatik, Psychiatrie und Psychotherapie.

Für die bestehenden Patienten der Tagesklinik Ebersberg ändert sich nach Darstellung der Kreisklinik nicht viel: Die Tagesklinik wird zunächst in ihren bisherigen Räumlichkeiten an der von-Scala-Str. 1 bleiben. Auch die Mitarbeiter stehen wie gewohnt zur Verfügung. „Ab sofort steht im Landkreis Ebersberg im Bereich Psychosomatik, Psychiatrie und Psychotherapie nun ein erweitertes wohnortnahes und niederschwelliges Angebot zur Verfügung und damit eine weitere Verbesserung der Versorgung von Menschen mit seelischen Erkrankungen.“

Die Ebersberger Psychosomatik hat unruhige Zeiten hinter sich. Im vergangenen Jahr hatte das Krankenhaus Betten, die bisher der stationären Behandlung von Menschen in psychischen Ausnahmesituationen vorbehalten waren, in Betten für die Chirurgie und die Innere Abteilung umgewandelt, was mit wirtschaftlichen Aspekten begründet worden war. Der damalige Chefarzt sprach von Streben nach Gewinnmaximierung. „Mit Herzkathetern ist halt mehr Geld verdient“, hatte der Mediziner gesagt und seinen Posten hingeschmissen. Die psychosomatische Tagesklinik wurde seitdem vom leitenden Oberarzt Manfred Koniarczyk kommissarisch geleitet.

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