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Der scheidende Rektor Eberhard Laspe im Kreis derer, die ihm in den letzten elf Jahren in Ebersberg am wichtigsten waren: Es waren die vielen Schüler, für die stellvertretend die The atergruppe einen Sketch mit ihrem Chef eingeübt hatte. 

Ebersberger Realschul-Direktor Eberhard Laspe verabschiedet

Ab in die Sauna!

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Sie alle, nämlich Schüler, Lehrer, Eltern, Landrat und Bürgermeister ließen ihn nur ungern ziehen, aber sein Entschluss war gefasst: An seinem 66. Geburtstag sagte Rektor Eberhard Laspe der Dr.-Wintrich-Realschule „Ade“ und ging in den Ruhestand. Die Schulfamilie verabschiedete sich.

Ebersberg – Welchen Hort der Kreativität Laspe in den vergangenen elf Jahren als Leiter seines Schulbiotops entwickelt hat, konnten sich die Festgäste anhand von zahlreichen und gelungenen Beiträgen ansehen. Durch das Programm führte unter anderem ein ehemaliger Schüler, nämlich der Zauberer Florian Otto, der sich selbst als gutes Beispiel für den Erfolg der Ebersberger Bildungseinrichtung bezeichnete. „Aus mir ist Künstler geworden, und das, obwohl ich auf dem Mathezweig war.“

Laspe musste als Rektor oft Improvisationsgeschick beweisen. In seine „Amtszeit“ fielen zahlreiche Umbauten und auch die nicht immer unproblematische Unterbringung von Asylbewerbern in der Schulturnhalle. Welches Engagement der Pädagoge dabei für seine Schule an den Tag legte, konnte Landrat Robert Niedergesäß zahlreichen Mails entnehmen, die der Rektor oft mitten in der Nacht noch ans Landratsamt als Schulaufwandsträger richtete. Die beiden machten sich offensichtlich einen Sport daraus, sich zu nachtschlafender Stunde in Rekordzeit zu antworten und Lösungen für Probleme zu suchen. „Sie waren nicht nur Schulmeister, Sie waren auch Baumeister“, erinnerte sich der Landrat.

Die Aufgabe als Schulleiter, so wurde dem scheidenden Rektor von seinem Stellvertreter und Nachfolger Rudolf Bäuml, sowie auch vom Elternbeirat und Lehrerkollegium bestätigt, hat er gut gemeistert. Sein eigentliches Wirken an der Schule aber lässt sich wohl an einem kleinen Detail ablesen, das nur ganz nebenbei Erwähnung fand. Wenn Schüler den Weg ins Direktorat suchen mussten, weil sie etwas ausgefressen hatten, saß Laspe in der fälligen Besprechung neben ihnen und nicht am anderen Ende des Schreibtisches. Das galt auch für das Lehrerkollegium, das sich trotz der Schulhierarchie immer menschlich angenommen fühlte, wie Beratungslehrerin Sita Emmert-Sealey sagte.

Wer sich so bis zum letzten Tag engagiert, der kann vermutlich nicht von heute auf morgen auslassen. Laspe wird der Schule zwar nicht mehr an vorderster Stelle, doch aber in der zweiten Reihe als Kassier des Fördervereins weiter zur Verfügung stehen. Jetzt hat er erst einmal Zeit für seine Hobbys wie Radfahren oder für seine geliebten Saunagänge, wofür er allseits mit passenden Präsenten überhäuft wurde.

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