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Große Trauergemeinde begleitet verstorbenen Bundestagsabgeordneten Ewald Schurer auf seinem letzten Weg

„Von vielen geschätzt und geliebt“

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Eine große Trauergemeinde hat am Samstag in Ebersberg den verstorbenen SPD-Bundestagsabgeordneten Ewald Schurer auf seinem letzten irdischen Weg begleitet. An der Trauerfeier und anschließenden Beerdigung auf dem Ebersberger Friedhof nahmen über 200 Personen teil.

Ebersberg – Unter den zahlreichen Trauergästen waren die Familienangehörigen, seine Freunde und viele politische Wegbegleiter, die ihrer persönlichen Betroffenheit in teils sehr bewegenden Reden Ausdruck verliehen. Den Gottesdienst zelebrierte der Ebersberger Stadtpfarrer Josef Riedl.

Wie berichtet, war der Abgeordnete in der Nacht zum 3. Dezember zuhause vollkommend überraschend verstorben. Er wurde nur 63 Jahre alt.

Auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble würdigte in einer schriftlichen Grußadresse auf der Internetseite des Bundestags Schurer als „Menschen und Politiker, wie ihn die Demokratie brauche.“ Er habe, so bekannte Schäuble, Schurer „aus langjähriger Zusammenarbeit, besonders im Haushaltsausschuss, sehr geschätzt“. Der Bundestagspräsident in seinem Kondolenzschreiben wörtlich: „Er war ein prinzipientreuer, geradliniger, stets an der Sache orientierter Abgeordneter, dem seine Kolleginnen und Kollegen im Parlament mit Hochachtung und Vertrauen über Fraktionsgrenzen hinweg begegneten.“

Landrat Robert Niedergesäß erinnerte in seinem Grußwort an Familie, Angehörige und Freunde des Verstorbenen daran, dass er selbst trotz oft unterschiedlicher Ansichten stets einen „guten Draht“ zu Ewald Schurer gehabt habe. Wie vielen das ähnlich ergangen sei, so Niedergesäß sinngemäß, lasse sich an den zahlreichen Einträgen im Kondolenzbuch ablesen, das im Landratsamt Ebersberg aufliege.

Doris Rauscher, SPD-Landtagsabgeordnete und politische Wegbegleiterin Schurers über viele Jahre hinweg, bezeichnete den verstorbenen als „rotes Urgestein“ im Landkreis Ebersberg.

Der langjährige Ebersberger SPD-Stadtrat Hans Mühlfenzl gehört zu denjenigen, die Schurers politischen Werdegang viele Jahre mitverfolgen konnten. Er erinnerte an die frühen politischen Aktivitäten des Verstorbenen, die sich unter anderem auf dem Ebersberger Abenteuerspielplatz zeigten, auf dem Schurer Kinder betreute, dessen Eltern nicht die Gelegenheit hatten, in den Urlaub zu fahren. Auch bei der Gründung eines der ersten selbstverwalteten Jugendzentren in Bayern, nämlich des Jugendzentrums Ebersbergs, hatte Schurer eine maßgebliche Rolle gespielt.

Schurers politischen Weg zeichnete auch Florian Post, Münchner SPD-Bundestagsabgeordneter und Vertreter der SPD-Landesgruppe in Berlin, noch einmal nach.

Robert Schurer, der Bruder des Verstorbenen, berichtete der Trauergemeinde vom Familienmenschen Ewald Schurer, der seinen vier Kindern immer ein guter Vater gewesen sei. „Als Politiker wurde er geschätzt, von vielen wurde er geliebt“, sagte Schurer über seinen Bruder.

Im Anschluss an den Gottesdienst in der St. Sebastians-Kirche fand die Beerdigung auf dem Ebersberger Friedhof statt, wo sich die große Trauergemeinde einfand, um sich von Ewald Schurer persönlich zu verabschieden.

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