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Das Plakat ist schon fertig. Es präsentieren von links: 2. Vorstand Martin Lohmeyer, Doris Lang (Regie), Hildegard Brummer (Regieassistenz), und Vereinsvorstand Michael Wiefarn. 

Schandtaten und Kurpfuscherei

Ebersberger Trachtler spielen wieder Freilichttheater

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Sie sind schon fleißig am Vorbereiten. Ein halbes Jahr vergeht da wie im Fluge – und schon steht die nächste Freiluft-Premiere des Ebersberger Trachtenvereins an: „D’Doktabäurin – Die Haberltöchter von Marschall“.

Ebersberg –  Es ist ein Volksstück nach teils wahren Begebenheiten mit Musik und mit Bezug zum Raum Ebersberg – und das unter der schon lange bewährten Regie von Doris Lang. Gespielt wird ab Mittwoch, 24. Juli, bis Sonntag, 28. Juli, auf dem Gelände rund um das Vereinsheim.

Im Juli 2018 berichtete der Münchner Merkur unter dem Titel „Eine zuagroaste Ganoven-Familie“ bzw. „Die erste Großfahndung Bayerns“ über die Geschichte der berüchtigten Familie Nonnenmacher. Zu dieser Familie gehörte auch Amalie (Mali) Nonnenmacher, geboren am 4. Oktober 1826 in Vaterstetten, Heirat am 14. Oktober 1861 mit dem gleichaltrigen Benedikt Hohenester von Deisenhofen, Ende 1862 erwerben sie ein Anwesen in Mariabrunn, wo Amalie den Ausbau ihrer Kuren und therapeutischen Maßnahmen vorantreibt, Sie stirb kinderlos am 24. März 1878 in Mariabrunn.

Die Eltern von Amalie erwarben das „Haberl-Anwesen“ in Marschall, einem Dörflein in der Nähe von Holzkirchen, Landkreis Miesbach und zogen von Vaterstetten mit ihren Kindern dorthin. Wie es auf dem Land üblich ist, bleibt der Haus- bzw. Hofname gleich, ganz egal, wie der Familienname lautet, daher wurden Amalie und ihre Schwestern „Haberltöchter“ genannt.

Während Amalie von ihrer Mutter die Kunst des Heilens und der Kurpfuscherei lernte und sich hierbei sehr talentiert zeigte, war ein Großteil ihrer Brüder der Schrecken der näheren und weiteren Umgebung, und auch im Gerichtsbezirk Ebersberg verübten die Brüder mit weiteren Gesinnungsgenossen vielerlei Verbrechen und Schandtaten, welche auch aktenkundig sind.

Das Stück, das die Ebersberger Trachtler nun einstudieren, handelt von den frühen Jahren, überwiegend in der Zeit, in der Amalie in Marschall mit dem Heilen und Kuren anfängt und sich dadurch größerer Beliebtheit in der Bevölkerung erfreut und von dieser als „Doktabäurin“ betitelt wird, von einer unerfüllten Liebschaft aber auch von dem unseligen Treiben ihrer kriminellen Brüder.

Der schlechte Ruf, die Angst und der Schrecken, den die Verbrecherbande verbreitet, belastet auch die Zukunft von Amalie und ihren Schwestern. Doch Amalie war auch sehr ehrgeizig, sie wollte hoch hinaus, weg von dem schlechten Umgang in der eigenen Familie...  

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