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„Ein bisschen holzig“: So geht es den Ebersberger Impfpionieren nach der zweiten Spritze

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Von: Raffael Scherer

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Die vier ersten Coronavirus-Impflinge im Landkreis Ebersberg (von link oben im Uhrzeigersinn): August Paul, 81, Ebersberg; Alois Freundl, 91, Ebersberg; Konrad Seidl, 84, Grafing und Hildegard Ranner, 84, Ebersberg.
Die vier ersten Coronavirus-Impflinge im Landkreis Ebersberg (von link oben im Uhrzeigersinn): August Paul, 81, Ebersberg; Alois Freundl, 91, Ebersberg; Konrad Seidl, 84, Grafing und Hildegard Ranner, 84, Ebersberg. © Fotos: Stefan Roßmann/Collage: merkur.de

Landkreis – Sieben Tage nach der zweiten Spritze gegen das Coronavirus steht für die vier Impfpioniere im Landkreis Ebersberg fest: Sie würden es wieder tun. Wir haben bei den Senioren nachgefragt.

Froh es getan zu haben. Das ist die Quintessenz einer Nachfrage der EZ bei den vier Senioren, die öffentlichkeitswirksam als Erste im Ebersberger Impfzentrum zu der schützenden Impfung angetreten waren.

Hildegard Ranner (84) aus Ebersberg ist hochzufrieden. Nach der zweiten Spritze am Mittwoch, 20. Januar, war der Arm zwei Tage lang „ein bisschen holzig“. Das verging aber schnell und seitdem sei wieder alles beim Alten. „Ich kann zwar sowieso nicht viel fort, aber ich fühle mich sicherer“ sagt Ranner. Sie bereue die Impfung kein Stück.

Keinerlei Nebenwirkungen

Der ehemalige Hausarzt Konrad Seidl (84) aus Grafing erhielt seine zweite Impfung am Sonntag, den 17. Januar. „Mir geht es gut, keinerlei Nebenwirkungen“, sagt er. Eher betrübt ihn, dass er sich bei einem Sturz den Arm gebrochen hat. „Das hat aber nichts mit der Impfung zu tun“, sagt er und lacht. Jedem, der ihn fragt, könne er die Impfung nur wärmstens ans Herz legen.

In Ebersberg erfreut sich der ehemalige Feuerwehrkommandant August Paul (81) bester Gesundheit. „Ich hab überhaupt nix gemerkt, genauso wie bei der Ersten“ sagt er. Auch er bekam am Sonntag, 17. Januar, seine zweite Spritze. Die Goldene Hochzeit mit seiner Frau feierte er vergangenen Samstag nach der Kirche wegen der Kontaktbeschränkungen nur mit einem guten Abendessen. „Der Beifall nach dem Gottesdienst hat mich sehr gefreut“, sagt Paul. Auch er sei froh, dass er sich impfen hat lassen.

Zweiter Versuch wegen Blutverdünner

Der Ebersberger Alois Freundl (91), den der Impfarzt bei dem Ersttermin am 27. Dezember unverrichteter Dinge wegen Blutverdünners nach Hause schickte, möchte noch einen Versuch wagen: „Ich hab mit meinem Hausarzt gesprochen, wenn es wieder Impfstoff gibt, lass ich mich impfen“, sagt er. Er rufe mehrmals die Woche beim Impfzenturm an, um einen neuen Termin zu ergattern. „Wir sind ja Optimisten“, meint er verschmitzt.

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