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Die Feuerwehr im Landkreis, hier bei einem Einsatz in Grafing, soll eine Ausbildungsstätte bekommen. 

Landratsamt prüft Voraussetzungen

Feuerwehrschule im Landkreis Ebersberg rückt näher

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Der nächste Schritt zu einer zentralen Ausbildungsstätte für die Feuerwehren im Landkreis ist getan. Das Landratsamt soll die rechtlichen, finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen prüfen. Das beschloss der Liegenschaftsausschuss des Kreistages.

Landkreis – Untersucht werden soll ebenso, ob in einer zentralen Ausbildungsstätte auch die externen Übungsanlagen des Landkreises untergebracht werden können. Dabei geht es um die Atemschutzübungsstrecke mit Atemschutzwerkstatt Ebersberg, die Gefahrgutübungsstrecke Poing, die Atemschutzausbildungsanlage Altes Klärwerk Markt Schwaben sowie den Übungsplatz für Gas- und Holzcontainer. Eine Entscheidung über einen Standort für die neue Einrichtung ist noch nicht gefallen.

Der Ausbildungsbedarf könne an den Feuerwehrschulen nur zu einem guten Drittel gedeckt werden, erklärte Klaus Schmid vom Landratsamt. Bereits seit 1987 gebe es eine Feuerwehrausbildung auf Kreisebene, die eine Reihe von Themenbereichen abdeckt, vom Sprechfunk über Absturzsicherung bis zum Atemschutz.

Durchgeführt werden die Schulungen von 240 Ausbildern im Landkreis, ehrenamtlich, an Abenden und Wochenenden. Doch die Anforderungen steigen. Es werde immer schwieriger, Räume für den Unterricht zu finden, erklärte Schmid. „Da bleibt über kurz oder lang nicht aus, einem zentralen Ort anbieten.“ Rein ehrenamtlich werde so eine Ausbildungsstätte aber nicht mehr machbar sein, kündigte Schmid an.

„Dass es etwas kosten wird, ist vollkommen klar“, so die Reaktion von Piet Mayr, CSU-Kreisrat und Bürgermeister in Zorneding. „Aber wir erleben tagtäglich, wie wichtig die Feuerwehren sind.“ Sein Fraktionskollege und Bürgermeister in Bruck, Josef Schwäbl, betonte: „Es geht nicht mehr anders bei den großen technischen Veränderungen.“ Jeder wisse, wie schwierig es sei, noch Leute für die Feuerwehr zu finden. „Ich stehe da hundertprozentig dahinter“, erklärte auch Uli Proske, SPD-Kreisrat und Feuerwehrkommandant in Ebersberg. Er regte an, die Kommandanten bei der Planung mit einzubinden.

Melanie Kirchlechner (Grüne) wollte wissen, wie andere Landkreise das Thema handhabten? Schmid. „Wir haben uns eine zentrale Ausbildungsstätte im Landkreis Freising angeschaut.“ Die dortige Einrichtung platze „aus allen Nähten. Die wollen erweitern.“ Eine gemeinsame Einrichtung, zusammen mit anderen Landkreisen würde Schmid nicht befürworten. „Mit unserer Ausbildungsfülle wären wir schon mehr als ausgelastet“, meinte der Fachmann.

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