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Ludwig Spaenle: Eine Neugründung einer FOS/BOS im Landkreis Ebersberg ist derzeit nicht möglich.

Schüler fehlen für eine Neugründung

FOS/BOS im Landkreis ist vom Tisch

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Keine Oberschule im Landkreis Ebersberg - vorerst. Zu wenige Schüler haben sich probehalber angemeldet, eine Neugründung ist damit nicht möglich. 

Landkreis – Eine staatliche Fach- und Berufsoberschule im Landkreis wird es erst einmal nicht geben. Das Kultusministerium teilte mit, dass sich bei einer im März durchgeführten Probeeinschreibung zu wenige Schüler – oder Eltern für ihre minderjährigen Kinder – gemeldet hätten. Die Voraussetzung, um eine Oberschule neu zu gründen, sei eine stabile Zweizügigkeit, heißt es aus dem Ministerium. Das bedeutet, es muss mindestens so viele Schüler je Fachrichtung geben, um zwei Klassen zu bilden. Das sei im Landkreis derzeit nicht möglich.

In einem Schreiben an Landrat Robert Niedergesäß begründete Kultusminister Ludwig Spaenle (beide CSU), dass bei nur einer Klasse je Ausbildungsrichtung Gefahr bestehe, „dass bei Ausfall einer Lehrkraft keine weitere Lehrkraft an der Schule vorhanden wäre, die im Profilbereich unterrichten könnte“.

Außenstelle abgelehnt

Niedergesäß reagierte gelassen: Er habe damit gerechnet, dass es knapp werde. Dem Kreistag habe er am Donnerstag das negative Ergebnis mitgeteilt. Eine Arbeitsgruppe aus Kreisräten und Mitarbeitern des Landratsamtes werde darüber beraten, wie es weitergeht, sagte Niedergesäß.

Über eine FOS/BOS im Landkreis wird schon länger diskutiert. Geht es nach der Kreisbehörde, soll die Fach- und Berufsoberschule Erding im Landkreisnorden eine Außenstelle etablieren. Das Kultusministerium lehnte das jedoch ab. Der Landkreis könne stattdessen eine eigene Fachoberschule gründen, hieß es. Voraussetzung: Es müssen genug Schüler sein, damit sich „funktionsfähige Fachschaften“ bilden.

2018 ist ein neuer Anlauf möglich

Rund 400 bis 500 Schüler müssten im Endausbau die Schule besuchen, sagte eine Sprecherin des Ministeriums im Vorfeld. In der Probeeinschreibung haben sich 46 Schüler für den Bereich Technik, 34 für die Richtung Wirtschaft und Verwaltung und 15 Schüler für eine Ausbildung im Sozialwesen eingeschrieben – also weit weniger als benötigt. Als Standort waren Poing und Markt Schwaben im Gespräch. Am Ende entschieden hätte das Ministerium. Eine erneute Probeeinschreibung 2018 sei möglich, heißt es aus München. 

Schüler aus dem Landkreis Ebersberg besuchen bisher entweder die FOS/BOS in Erding oder in München.

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