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Der renommierte Ebersberger Architekt Franz Otter starb im Alter von 97 Jahren.

Nachruf auf Franz Otter

Architekt der Kreisklinik gestorben

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Er hat das Erscheinungsbild der Stadt Ebersberg geprägt. Seine Pläne lagen dem Bau der Kreisklinik Ebersberg ebenso zugrunde wie dem Anbau der Sparkasse oder dem Freundl-Haus. Jetzt ist der Architekt und langjährige Stadtrat Franz Otter im Alter von 97 Jahren gestorben.

Ebersberg – Nach einem kurzen Aufenthalt auf der Intensivstation der Kreisklinik war Otter nach Hause zurückgekehrt. Dort ist er friedlich eingeschlafen. Seine Familie, die ihm sehr wichtig war, war in den letzten Tagen bei ihm. Auch diejenigen Enkel, die derzeit im Ausland studieren, waren gekommen.

Eigentlich sollte Franz Otter Pfarrer werden, wie es damals am Anfang des vorherigen Jahrhunderts noch üblich war, während die älteren Brüder die Landwirtschaft und das Baugeschäft der Familie übernahmen. Franz Otter besuchte das Gymnasium des Kloster Scheyern. Der Schüler wollte jedoch Architekt werden. Doch dann kam der Zweite Weltkrieg. Quasi von der Schulbank weg wurde Franz Otter Soldat. Erst nach Jahren der Gefangenschaft kehrte er zurück und konnte studieren. Da war er schon fast 30 Jahre alt. Der berufliche Durchbruch gelang ihm nach einer Anstellung in einem renommierten Münchner Büro 1953, als er den Wettbewerb zum Neubau der Kreisklinik gewann. Otter machte sich selbstständig. Er plante Friedhöfe und Kindergärten, kümmerte sich um die Renovierung von Kirchen. Seine Leidenschaft war der Sport. Er spielte Tennis, fuhr zum Skifahren oder Klettern mit dem Radl in die Berge. Noch mit über 80 Jahren saß er am Steuerknüppel eines Segelflugzeugs. Und er engagierte sich in der Kommunalpolitik, war Stadtrat und stellvertretender Bürgermeister. Otter heiratete 1958. Aus der Ehe mit Irmgard Daleiden gingen vier Kinder hervor. Auch als es ihm in den letzten Jahren gesundheitlich nicht mehr so gut ging, meinte er stets: „Ich bin zufrieden.“

Andacht Freitag, 21. April, 19 Uhr, Stadtpfarrkirche Ebersberg; Gottesdienst: Samstag, 22. April, 10 Uhr, Stadtpfarrkirche Ebersberg, anschließend Beisetzung im alten Friedhof.

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