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Grafings Bürgermeisterin Angelika Obermayr und Landrat Robert Niedergesäß beim Rundgang auf der EGA in Grafing.

Gewerbeausstellung in Ebersberg

EGA ist zum Erfolg verurteilt

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Ein funktionierender Messestandort ist von herausragender Bedeutung für die regionale Wirtschaftsleistung. Insofern sind alle Anstrengungen anerkennenswert, der Regionalmesse EGA 2017, die am 11. Mai in Ebersberg ihre Tore öffnet, zum Erfolg zu verhelfen.

Ebersberg -  Ob aber ein turnusmäßiger Wechsel weg von Grafing und Ebersberg hin zu einem Veranstaltungsort im Landkreisnorden ein Optimierungspotenzial darstellt, bleibt abzuwarten. Diesen Gedanken hat jedenfalls Landrat Robert Niedergesäß (CSU) geäußert, und dahinter steht die Absicht, die Messe künftig zu einer „wirklichen Landkreisausstellung zu machen“, wie Wirtschaftsförderer Augustinus Meusel im Landratsamt Ebersberg bestätigt. Das ist ein Ansatz, dem auch der Ebersberger Bürgermeister Walter Brilmayer Charme abgewinnen kann. Er geht dabei sogar noch einen Schritt weiter: „Ich könnte mir auch andere Gemeinden im Landkreis als Standort vorstellen“, sagt er.

Versuche, in Markt Schwaben eine Regionalmesse aufzuziehen, gab es bereits. Sie wurden nach mehreren Anläufen, diesen Standort zu etablieren, wieder eingestellt. Dass unter den Ausstellern der Messe in Ebersberg der Vorzug gegeben wird – sogar vor dem Standort in Grafing, ist ein offenes Geheimnis. Das liegt an den logistischen Voraussetzungen, die der Volksfestplatz in der Kreisstadt zu bieten hat, und über die etwa der Standort am Wildbräu-Gelände in gleichem Maß nicht verfügt. Es geht dabei auch um Parkplätze, die nicht im Schlamm versinken, wenn es vier Tage regnen sollte. Die EGA 2017 wird vom 11. bis zum 14. Mai in der Kreisstadt damit jedenfalls keine Probleme haben.

Wer noch Interesse hat, seinen Betrieb auf der EGA in Ebersberg ins rechte Licht zu rücken, der hat immer noch die Möglichkeit, schnell entschlossen zuzugreifen. „Es sind noch Stände frei“, informiert die für die Flächenbuchung zuständige Firma Garh aus Erding gut zwei Wochen vor Messebeginn auf Anfrage der Ebersberger Zeitung. „Es ist schwieriger geworden“, heißt es zur Akquise von teilnehmenden Firmen. Die Unternehmen hätten volle Auftragsbücher. Weil eine Messe aber einen langen Vorlauf hat, ist der Faktor der regionalen Konjunktur, die momentan sehr gut ist, immer auch ein unwägbarer Unsicherheitsfaktor.

Auf Kritik von Handwerksbetrieben, dass auch Konkurrenten aus dem Landkreis Rosenheim und dem Altlandkreis Wasserburg auf der Ega vertreten sind, heißt es bei Garh: „Der überwiegende Teil kommt aus dem Landkreis Ebersberg.“ Betriebe aus der Region allgemein haben bei der derzeitigen Auftragslage personelle Schwierigkeiten, sich mit eigenen Kräften vier Tage auf der Messe zu präsentieren, bestätigt Brigitte Schöpperle, die Vorsitzende der Unternehmerfrauen im Landkreis. „Das schaffen wir gar nicht“, spricht sie für den Zimmereibetrieb ihres Mannes Peter Schöpperle in Buch und auch für einen Großteil ihrer Kolleginnen.

Umso wichtiger sind in dieser Situation die erkennbaren Bemühungen, der Messe in Ebersberg mit einem neuen Konzept neue Attraktivität zu verleihen, und die der Ebersberger Bürgermeister für gelungen hält. Brilmayer erinnert in diesem Zusammenhang an den neuen „Marktplatz der Begegnungen“ und auch daran, dass der „Ausstellerabend mit einem Wirtschaftsempfang zusammengelegt wurde“. „Wir wollen die Messe mehr eventmäßig gestalten“, sagt Projektleiterin Beritt Rapp. „Da soll für jede Generation ein Angebot dabei sein.“

Als ideeller Träger hat die Stadt Ebersberg selbst auch einen Beitrag geleistet. Zusammen mit den im Stadtdialog organisierten Stadtratsfraktionen, der Regierung von Oberbayern und dem Bund der Selbständigen wurden Ausstellungsflächen gebucht, die von Ebersberger Vereinen kostenlos genutzt werden können.

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