Der Einsatz der Kettensäge will gelernt sein: Ein Motorsägenkurs ist Voraussetzung für die Arbeit im Wald.

Günstiges Brennmaterial

Holen Sie sich Ihr Brennholz doch einfach im Ebersberger Forst

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Landkreis - Das Internet macht es möglich. Interessierte können ab sofort Brennholz aus dem Ebersberger Forst bequem online reservieren. Und das auch außerhalb der Bürozeiten des zuständigen Forstbetriebs Wasserburg.

Was bleibt ist: Das Holz muss selbst vor Ort im Wald beziehungsweise an der Forststraße aufgearbeitet und abtransportiert werden.

Bisher klingelte beim Forstbetrieb und bei den Revierförstern vor allem zu Beginn der Heizsaison das Telefon. „Die Anrufer erkundigen sich nach günstigem Brennholz, zum Selberaufarbeiten, möglichst vor der Haustür und gut mit dem Auto oder Traktor erreichbar. Die Nachfrage ist groß“, erklärt Forstbetriebsleiter Heinz Utschig. Jetzt kann man auf der Internetseite der Bayerischen Staatsforsten ein Bestellformular öffnen. Interessierte tragen dort zunächst den Forstbetrieb ein, also Wasserburg. Danach wird das gewünschte Revier angegeben, beispielsweise Anzing, Ingelsberg oder Kirchseeon. Gefragt wird dann nach dem gewünschten Holz, also etwa Hartlaubholz in Stammlängen von zwei oder vier Metern, und der benötigten Menge. In einem weiteren Feld sind Anmerkungen möglich. Mit Kontaktdaten versehen wird die Anfrage abgeschickt.

„In einer zunehmend digitalisierten Welt wollen auch wir unseren Kunden diesen Service bieten“, erklärt Utschig. Für eine umgehende Bearbeitung der Online-Anfragen durch die zuständigen Revierleiter sei gesorgt. Freilich könne der Brennholzkunde aber auch wie bisher „seinen“ Förster direkt kontaktieren und mit ihm ausmachen, welches Holz gewünscht wird.

Online wird hauptsächlich sogenanntes „Polterholz“ angeboten. Dabei handelt es sich um bereits bearbeitete Stämme, die schon an die Forststraße vorgeliefert wurden. An der Straße kann das Holz anschließend vom Kunden mit der Motorsäge kleingeschnitten und abtransportiert werden. Die zweite Möglichkeit ist die selbstständige Aufarbeitung im Wald.

Laut Utschig liegen die Brennholzpreise etwas unter dem Vorjahresniveau: Bei der selbstständigen Aufarbeitung im Bestand kostet ein Raummeter Brennholz je nach Baumart und Stärke zwischen zehn und 28 Euro, das an die Waldstraße vorgelieferte Holz je nach Qualität zwischen 36 und 50 Euro je Raummeter.

Grundvoraussetzung für das Brennholzmachen im Staatswald ist allerdings, dass der Kunde erfolgreich an einem Motorsägenkurs teilgenommen hat. Utschig: „Die Waldarbeit ist eine der gefahrenträchtigsten Tätigkeiten.“ Ohne Kenntnisse im sicheren Umgang mit der Motorsäge und der Unfallverhütungsvorschriften gehe es einfach nicht. Zusätzlich brauchen die sogenannten „Selbstwerber“ noch Ausdauer, wie Utschig mit einem Augenzwinkern erklärt: „Brennholzmachen ist körperlich nicht zu unterschätzen. Dafür hat es aber einen Vorteil: Das selbstgemachte Brennholz wärmt dreimal. Beim Aufarbeiten im Wald, beim Reintragen in die Wohnung und beim Einheizen“. Mit der Nutzung von regionalem Brennholz leisteten die Kunden einen echten Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz. Durch die Nutzung von Holz aus Bayerns Wäldern werde der Umbau zu klimaangepassten, stabilen Mischwäldern vorangetrieben.

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