Bürgermeister Ulrich Proske und Schulleiter Alexander Bär vor den neuen Schulservern
+
Hier läuft alles zusammen: Ebersbergs Bürgermeister Ulrich Proske (links) und Schulleiter Alexander Bär im Serverraum der Grund- und Mittelschule. In dem Keller wurden über 100 Netzwerkkabel verlegt.

Ein Schritt zur Digitalisierung

Neue Server und Computer: So rüstet die Ebersberger Grund- und Mittelschule digital auf

  • Raffael Scherer
    vonRaffael Scherer
    schließen

Die Grund- und Mittelschule Ebersberg hat in den vergangenen beiden Jahren technisch massiv aufgerüstet. Gerade so, als habe man hier geahnt, dass eine Pandemie im Anmarsch ist. Schulleiter Alexander Bär und Bürgermeister Ulrich Proske (parteilos) demonstrierten jetzt die Fortschritte.

Ebersberg –Das Thema Digitalisierung von Schulen wird in Zeiten von Lockdown und Homeschooling hitzig diskutiert. An vielen Bildungseinrichtungen zeigten sich eklatante Mängel, sowohl was die Anbindung an eine schnelle Datenleitung als auch die technische Ausstattung mit Endgeräten angeht. Die Grund- und Mittelschule Ebersberg hat den nächsten Schritt gewagt.

So wurde die Bildungseinrichtung mit zwei neuen, voneinander getrennten Servern für Schule und Verwaltung ausgestattet. Dafür wurden in einem eigenen Raum des Kellers über 100 Netzwerkkabel verlegt. Das „Herzstück“ der Schul-Anlage, so Bär, sei zuständig für den Datenspeicher der Schule und die Cloud, sowie für die Sicherheitsanlagen, wie etwa den Brand- und Amokalarm und die Kameras am Eingang. Ein eigenes Notstromaggregat, das 24 Stunden lang Stromausfälle überbrücken kann, inklusive. „Da müssten wir schon sehr viel Pech mit Brand und Bombenanschlag gleichzeitig haben, dass Daten verloren gehen“, sagt Bär. Dank dieser „digitalen Grundstruktur“ ist nach Meinung von Bär nun der erste Schritt getan, um alle Schüler zukünftig mit Endgeräten ausrüsten zu können.

Jedes Klassenzimmer mit eigenem Fernseher

Die beiden Computerräume, die eine lange Tradition haben, da die Schule eine der ersten mit einer derartigen Ausstattung im Landkreis war, besitzen nun insgesamt 50 Flachbildschirme. Diese hängen an „handlichen kleinen Kästen, sogenannte ,Klienten’, die mit den Servern im Keller verbunden sind“, erklärt der Schulleiter weiter. So könne sich jeder Schüler mit seinem eigenen Profil anmelden.

Jedes einzelne Klassenzimmer der Schule ist außerdem mit einem Fernseher versehen. Darüber hinaus steht in jedem Zimmer eine „Arbeitsstation“ für die Lehrkräfte. Diese besteht aus einem Computer mit Bildschirm, einer Kamera und einem DVD-Player, inklusive Verbindung zum Fernseher.

Zukunftsplan: WLAN im gesamten Schulgebäude

Als nächster Schritt stehe das Thema WLAN im gesamten Gebäude auf dem Plan. Dank der dicken Wände habe es die Schule da aber eher schwer. Und „was nützt das schönste WLAN, wenn nichts heraus kommt“, sagt Bär. Ein ausreichender Glasfaseranschluss müsse dafür her. Proske erklärt, dass der Ausbau bereits vor einem Jahr beantragt worden sei. Wann jedoch etwas passiere, liege nicht in seiner Hand.

Außerdem sollen zukünftig große, interaktive Bildschirme für die Klassenzimmer ins Spiel kommen. Damit besser präsentiert und digital gearbeitet werden könne. „Die werden aber die klassischen Tafeln mit Schwamm und Kreide niemals ersetzen“ stellt der Schulleiter klar. „Stattdessen suchen wir immer nach einer Verknüpfung von altem Bewährtem, und moderner Technik.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare