Der Filzenexpress auf seinem Weg nach Wasserburg. Die Strecke soll elektrifiziert werden.
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Der Filzenexpress auf seinem Weg nach Wasserburg. Die Strecke soll elektrifiziert werden.

Halbstundentakt ist bis Ende 2026 anvisiert

Filzenexpress: Im Osten was Neues

  • Robert Langer
    vonRobert Langer
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Bis Ende 2026 soll die Bahnstrecke von Ebersberg bis Reitmehring (Wasserburg) elektrifiziert sein. Das hat erhebliche Auswirkungen auf die Taktung.

Landkreis – Kommt endlich Bewegung auf die Schiene? Bewegung in ein besseres Zug-Angebot, das den Verkehr auf den Straßen reduziert? Es geht um ein Begegnungsgleis für die S-Bahn auf der einspurigen Strecke von Grafing-Bahnhof nach Ebersberg. Dieses würde den Einsatz von mehr Zügen erlauben und die Verbindung schneller machen. Zudem geht es um die Elektrifizierung des Filzenexpress zwischen Ebersberg und Wasserburg.

Zwar hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig nun den Stilllegungsbescheid für die letzten vier Kilometer Strecke von Reitmehring bis in die Stadt Wasserburg bestätigt (wir berichteten). Ein Hochwasser hatte die Gleise am Inn im Jahr 1987 beschädigt. Sie wurden nicht mehr aufgebaut. Derzeit fahren Busse. Einen direkten Anschluss halten Befürworter aber weiter für sinnvoll, wie der Fahrgastverband Pro-Bahn. Mehr Passagiere auf der Schiene, weniger Autos auf der Straße. Bessere Zuganbindung des Ostens in Richtung München.

Halbstundentakt im Gespräch

Ungeachtet der Gerichtsentscheidung laufen die Planungen für die Bahnverbindung von München über Ebersberg nach Osten weiter. Bis 2026 soll die Elektrifizierung der Strecke umgesetzt werden. Auch in Bezug auf die Barrierefreiheit an den Bahnhöfen soll sich etwas tun. Für den Filzenexpress ist ein Halbstundentakt im Gespräch. Es gibt Überlegungen, aus dieser Verbindung eine Express-S-Bahn zu machen, also ein schneller Zug mit weniger Haltepunkten.

Kürzlich hatte es ein Gespräch der Landräte aus Rosenheim und Ebersberg sowie der Bürgermeister von Kommunen an der Strecke gegeben, wie der Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß jetzt berichtete. Dabei wurden Projekte an der Verbindung diskutiert. „Wir werden uns weiter treffen.“ Ein regelmäßiger Dialog sei vereinbart.

Mehrere Standorte für Begegnungsgleis

Seit Jahren ein Thema ist ein Begegnungsgleis für die S-Bahn zwischen Grafing-Bahnhof und der Kreisstadt. Dabei sind mehrere Standorte im Gespräch. Schon länger wird von einer Maßnahme bei Wiesham gesprochen. Andere Alternativen sind aber offenbar auch denkbar, möglicherweise näher bei Ebersberg. Landrat Niedergesäß zeigt sich optimistisch, dass hier bald die nächste Stufe startet, also konkrete Einzelprojekte, möglicheise schon im kommenden Jahr. Verbunden ist dies auch mittelfristig mit der zweiten Stammstrecke der S-Bahn in München. Eine Forderung sei, dass diese Ertüchtigung der Bahnstrecke vor der Eröffnung der zweiten Stammstrecke der S-Bahn fertig sei, sagte der Landrat. Der Zeitplan sieht vor, dass dies im Jahr 2028 der Fall ist.

Klar macht Niedergesäß auch, dass die neue Stammstrecke für den Landkreis Ebersberg keine Verschlechterung bedeuten dürfe. Dazu werde verhandelt. „Die Kooperation läuft gut. Die Vorschläge aus der Region werden offen aufgenommen.“

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