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Darum geht’s: Weil die Stadt Ebersberg für den Turnhallenneubau und den Gehweg mehr Platz braucht, mussten Bäume gefällt werden, berichtet Erik Ipsen von der Verwaltung. Es wird aber für eine Ersatzpflanzung gesorgt.

Turnhallenneubau braucht Platz

Bäume weg – Bürger sauer

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Wenn Baumaßnahmen Umwelteingriffe erfordern, ruft das sehr schnell aufmerksame Bürger auf den Plan. So ist es auch in diesem Fall. Es geht um drei Bäume im Umfeld der Turnhalle an der Grundschule in Ebersberg. Die wurden gefällt. In der Nachbarschaft tauchte jetzt die Frage auf, warum die Bäume weichen mussten „obwohl sie doch augenscheinlich gesund sind“.

Ebersberg – Die öffentliche Aufmerksamkeit auf diesen Vorgang gelenkt hat Günter Fries. „Leider musste ich feststellen, dass letzten Donnerstag drei schöne große alte Bäume auf der Ostseite (an der alten Turnhalle) der Schule in Ebersberg gefällt wurden. Auf Nachfrage bei der Stadtverwaltung erfuhr ich, dass zwar noch nicht klar wäre, ob und was da gebaut wird, aber die Bäume wurden auf jeden Fall schon mal beseitigt.“

Eine Nachfrage bei Erik Ipsen, dem geschäftsführenden Beamten bei der Stadt Ebersberg durch die Heimatzeitung ergab aber, dass das keine spontane Fällaktion war. „Wir brauchen den Platz für den Neubau der Turnhalle“, berichtet Ipsen. „Das hatten wir auch schon in den aktuellen Haushaltsberatungen drin.“ Fries dagegen kritisiert: „Wie man an den schönen Baumstümpfen leicht sehen kann, waren die Bäume sehr gesund. Leider ist es hier wieder offensichtlich, dass Bäume sehr schnell weggesägt werden, ohne große Diskussion, ob das auch nötig ist oder vermieden werden könnte.“

Dass die Fällaktion zu vermeiden gewesen wäre, glaubt Ipsen hingegen nicht. Er verweist darauf, dass der Turnhallenbau größer ausfallen würde als ursprünglich geplant. „Damit sind wir einem Wunsch des TSV Ebersberg entgegengekommen und auch die Schule freut sich darüber“, berichtet er. Auch der Gehweg müsse für die Maßnahme verlegt werden.

Eile war vermutlich aus einem anderen Grund geboten, wie Fries glaubt: „Ab 1. März gilt ein Baumfällverbot wegen Vogelnestern, also noch schnell vorher weg mit den Bäumen“, mutmaßt er.

Ipsen verweist darauf, dass mit der Baumaßnahme Auflagen verbunden seien. „Wir müssen Ausgleichsflächen schaffen“, sagt er. Aber auch ohne diese behördlichen Forderungen sei es bei der Stadt Usus, neue Bäume zu pflanzen, wenn irgendwo welche gefällt werden müssen. „Das machen wir sowieso“, bestätigt Ipsen.

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