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Auf den ehemaligen BRK-Gelände ist Platz für 39 Wohnungen, aber nur für sechs Besucherparkplätze.

Innenstadtverdichtung in Ebersberg

Sechs Besucherstellplätze für 39 Wohnungen

52 neue Wohnungen auf einen Schlag: Solche Zahlen ist man aus Poing und großen Baugebieten im Landkreisnorden gewohnt. Diesmal ist es aber die Kreisstadt selbst, die derartiges Wachstum meldet, und zwar nicht auf der grünen Wiese, sondern direkt im Stadtzentrum.

Ebersberg  Im Quartier nördlich der Kreisklinik entstehen insgesamt fünf Mehrfamilienhäuser. Zwei der Häuser werden an der Floßmannstraße gegenüber von Radsport Lang gebaut. Hier sind die Bagger bereits angerollt, die Kellermauern stehen schon. 13 Ein- bis Vierzimmerwohnungen auf drei Stockwerken plus Tiefgarage werden auf dem Grundstück gebaut, auf dem bis Frühsommer dieses Jahres noch zwei alte Einfamilienhäuser gestanden hatten. Bezugsfertig sollen die Eigentumswohnungen mit Größen zwischen 33 und 91 Quadratmetern im Sommer 2019 sein.

Der zweite Streich ist schräg gegenüber, ebenfalls an der Floßmannstraße, auf dem mittlerweile verwaisten, ehemaligen Gelände des Roten Kreuzes geplant. Hier sollen drei weitere Mehrfamilienhäuser mit Tiefgarage entstehen. Insgesamt sind 39 ebenfalls eher kleinere Wohnungen geplant.

Mit diesem Bauvorhaben haben sich die Stadträte in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses beschäftigt. Ein paar Sorgenfalten zauberte ihnen die Infrastruktur aber schon auf die Gesichter. Für die 39 neuen Wohnungen der Anlage sind insgesamt lediglich sechs Besucherparkplätze geplant. Zwar werden die künftigen Bewohner selbst ihre Autos auf Stellplätzen in der Tiefgarage abstellen können, aber „sechs Besucherparkplätze bei 39 Wohnungen, das ist schon sehr mutig“, befand etwa Stadtrat Alois Lachner (CSU). „Bei all der Nachverdichtung werden wir uns noch intensiv mit der damit einhergehenden Parkplatzproblematik beschäftigen müssen“, betonte er.

Um die ohnehin schon stark belastete Verkehrsverbindung zur B304 sorgte sich Toni Ried von den Freien Wählern, selbst Anwohner des Quartiers. „Wir können nicht mehr und mehr in diesen Stadtteil reinverdichten, ohne eine vernünftige Lösung für den Verkehr zu haben“, warnte er. Eine zweite Verbindung zur Münchner Straße im Westen der Kreisklinik müsse endlich verwirklicht werden, forderte Ried.

„In eineinhalb Jahren gibt es die Verbindung“, versprach Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU). Mit dem Anschluss des projektierten Baugebiets Friedenseiche VIII nördlich des Discounters Aldi ist eine Verbindung über die Erika-Schienagl-Straße geplant.

Auch eine Öffnung der derzeit durch Poller gesperrten Von-Scala-Straße und eine mögliche weitere Stichstraße bei den Personalbauten westlich der Kreisklinik Ebersberg sind immer wieder im Gespräch.

 ujk

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