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In den Klimaschulen wird auch die Anlagentechnik auf Herz und Nieren geprüft. Hier im Schulhaus in Frauenneuharting. Bürgermeister Eduard Koch schaut interessiert zu.

Klimaschulen im Landkreis Ebersberg: Der Letzte macht das Licht aus

Hausmeister passt genau auf

Licht aus, Heizung runter, Energie effizient nutzen: Das lernen Schüler in den Klimaschulen im Landkreis Ebersberg.

Landkreis

Den Schülern die Bedeutung eines achtsamen Umgangs mit den vorhandenen Ressourcen aufzuzeigen – das ist eines der wichtigsten Ziele der Ebersberger Klima-Schulen. Seit letztem Jahr gibt es das Projekt nun schon im Landkreis. Die vierzehn teilnehmenden Schulen werden bei Projekten und Aktionen zum Thema Umwelt- und Klimaschutz vom Team Klimabildung, Marion Eder und Lisa Huber der Energieagentur Ebersberg-München, tatkräftig unterstützt. Mit dem neuen Schuljahr gehen jetzt auch die Energiescoutausbildungen in eine neue Runde.

Diese Ausbildung ist neben den Projekten eine wichtige Säule der Ebersberger Klimaschulen. Was ist damit genau gemeint?

Aus jeder Klasse werden zwei Scouts gewählt, die in einer Schulung die Grundlagen des Klimawandels und des Klimaschutzes vermittelt bekommen. Im Fokus steht der bewusste Umgang mit den Ressourcen Strom, Wärme und Wasser. Durch Experimente und Versuche entwickeln die Schüler dabei Tipps, wie Sie in der Schule, aber auch daheim auf sparsamen Umgang mit Ressourcen achten können. Die ausgebildeten Scouts dienen dann als Multiplikatoren und tragen das Gelernte in ihre Klassen.

Durch Änderung des Nutzerverhaltens sollen sich an den teilnehmenden Schulen Energieeinsparungen ergeben. Diese werden durch eine kontinuierliche Erfassung der Energieverbräuche durch die Hausmeister im Auge behalten. Da sich aber auch an vielen Schulen durch technische Regelung und kleine Anpassungen die Energieversorgung des Schulgebäudes oft noch sehr viel effizienter gestalten lässt, werden aktuell die teilnehmenden Häuser einem Schulhauscheck unterzogen.

Die beiden Energieberater der Energieagentur, Lisa Haberthaler und Philipp Rinne prüfen bei einem Vor-Ort-Termin das Schulhaus und dessen Anlagentechnik auf Herz und Nieren. Unterstützt werden die beiden dabei von einem Meister in Anlagentechnik. Mit diesen Maßnahmen ist nun der Grundstein für eine Verringerung des Energieverbrauches und damit für den Klimaschutz an den Schulen gelegt.

Daneben werden auch dieses Schuljahr wieder zahlreiche Projekte zum Klimaschutz durchgeführt, die eine klimafreundliche Alternative zum Gewohnten aufzeigen. Aktuell ruft das Team Klimabildung alle Ebersberger Klimaschulen zu einem Kreativwettbewerb für einen „Coffee-to-go-Becher“ auf. Gesucht wird ein Slogan für den „Eberbecher“, einen Mehrwegbecher, der im Zuge einer Kampagne zur Abfallvermeidung von der Abteilung Abfallwirtschaft vom Landratsamt Ebersberg herausgebracht wird. „Coffee-to-go im wiederverwendbaren „Eberbecher“ ist ein Beitrag zur Abfallvermeidung, der angesichts der Papier- und Kunststoffbecherflut sehr sinnvoll bzw. notwendig erscheint. „Ich bin sehr gespannt auf die Ideen zu einem ansprechenden und pfiffigen Slogan für den umweltfreundlichen Becher“, sagt Landrat Robert Niedergesäß.  ez

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