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Kleiner Pieks gegen den Krebs. 

Kostenlose Impfung gegen gefährliche Papilloma-Viren

Anti-Krebs-Spritze für Buben

Die DAK-Gesundheit in Ebersberg übernimmt ab 1. Juli auch für Buben die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV).

Landkreis Der Verwaltungsrat der Krankenkasse hat das Angebot jetzt als neue Satzungs-Mehrleistung bewilligt. Bisher ist die Anti-Krebs-Impfung nur für Mädchen eine allgemeine Kassenleistung.

„Wir wollen den Kampf gegen Krebs in Deutschland entscheidend voranbringen. Deshalb erstatten wir ab 1. Juli, als eine der ersten großen Kassen, die Kosten einer HPV-Impfung auch für Jungen“, erklärt Michael Köberich von der DAK-Gesundheit Ebersberg. Der Verwaltungsrat der Kasse hat das neue Impfangebot beschlossen. Es gilt für Buben im Alter von neun bis 14 Jahren und beinhaltet bis zum vollendeten 18. Lebensjahr auch die Kosten für Nachholimpfungen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat angekündigt, die Impfung für Buben demnächst in ihre Empfehlung aufzunehmen. „Kinder, die bei uns versichert sind, müssen nicht darauf warten, sondern können schon jetzt diese wichtige Krebs-Prophylaxe nutzen“, so Köberich.

HP-Viren lösen Vorstufen von Krebs aus, Humane Papillomviren sind häufig Auslöser von Gebärmutterhalskrebs. Allein in Deutschland erkranken jährlich etwa 4600 Frauen, 1600 sterben daran. Krebsformen im Mund- und Rachenraum und am Darmausgang sowie die sogenannten Genitalwarzen können ebenfalls durch eine Infektion mit dem HP-Virus verursacht werden. Buben sind – abgesehen vom Gebärmutterhalskrebs – von allen Erkrankungen genauso betroffen wie Mädchen.

So ist der Ablauf der Anti-Krebs-Impfung: In der Regel werden die Buben wie die Mädchen zweimal in einem Abstand von sechs Monaten mit einer Spritze geimpft. Falls der Abstand nicht eingehalten wurde oder eine Nachholimpfung fällig wird, kann eine dritte Impfstoffdosis nötig werden. Die Impfung nimmt bei den Buben in der Regel der Hausarzt oder ein Kinder- und Jugendarzt vor. „Die DAK-Gesundheit erstattet die Kosten für den Impfstoff und die Arztleistung zu 100 Prozent. Betroffene Familien können einfach die entsprechenden Belege in unserem Servicezentrum in Ebersberg abgeben“, erklärt Köberich.  ez

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