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Handschlag drauf: Klimaschutzmanager Hans Gröbmayr, Ursula Jekelius und Karl Krapf von der Bayernwerk AG (v. l.) besiegeln den Konsortialvertrag.

Konsortium gegründet

Die Stromabnehmer

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Wer große Projekte anpacken will, sucht sich sinnvoller Weise Verbündete. Die Energiewende im Landkreis Ebersberg ist ein so ehrgeiziges Vorhaben. Damit alle Chancen auf eine Realisierung gewahrt werden, wurde jetzt ein Syndikat gegründet. Der Vorgang ist rechtlich nicht ganz unkompliziert.

Landkreis – Ein Ziel dieses Konsortiums ist es unter anderem, regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken. Es geht dabei um den Kauf und den Betrieb der Stromnetze im Landkreis Ebersberg durch die Kommunen selbst.

So soll das ganze funktionieren: Die Gemeinden im Landkreis haben sich zur Eberwerk GmbH zusammengeschlossen, die damit zu 100 Prozent in kommunaler Hand ist. Die Bayernwerk AG bringt über die eigens gegründete Ebernetz GmbH die bestehenden und in ihrem Besitz befindlichen Stromnetze ein. Im Rahmen des Konsortialvertrages wurde den Kommunen die Möglichkeit gegeben, via Eberwerk einen Mehrheitsanteil von 51 Prozent an diesem Stromnetzen zu erwerben. Auch der Preis steht dabei schon fest, über den aber Stillschweigen vereinbart wurde. Die Kommunen wissen damit allerdings bereits, welche Kosten auf sie zukommen würden, falls sie sich zu einer Beteiligung entschließen. Das zu entscheiden, ist jetzt Sache der jeweiligen Stadt- und Gemeinderäte. Stichtag für den Kauf ist der 1. Januar 2018.

Einer der treibenden Protagonisten des Versuchs, den Landkreis Ebersberg bis zum Jahr 2030 unabhängig zu machen von fossilen und anderen endlichen Rohstoffen, ist Klimamanager Hans Gröbmayr. Er ist Interims-Geschäftsführer der Eberwerk GmbH und Co. KG. Am vergangenen Freitag wurde der sogenannte Konsortialvertrag unterzeichnet. Mit im Boot sitzt damit die Bayernwerk AG, und das kam so:

Als sich vor über einem Jahr abzeichnete, dass es im Landkreis Bestrebungen geben könnte, die Gemeinden würden im Zuge auslaufender Konzessionsverträge selbst Interesse an den bestehenden Stromnetzen entwickeln, wurde im Vorgriff auf diese Möglichkeit von den Bayernwerken die Ebernetz GmbH gegründet. Sie umfasst weite Teile des gesamten Stromnetzes im Landkreis Ebersberg. Nicht dabei ist zum Beispiel die Gemeinde Hohenlinden, die von einem anderen Stromversorger bedient wird. Den Kommunen wurde aber die Möglichkeit einer Beteiligung an der Ebernetz GmbH signalisiert. Dieser Beteiligung ist man jetzt einen großen Schritt näher gekommen.

Gröbmayr ist zuversichtlich, dass diese kommunale Teilnahme an den regionalen Stromnetzen tatsächlich zustande kommt und verweist dabei darauf, dass die Beschlüsse in den Kommunalparlamenten, bei der Eberwerk GmbH mitzumischen, nahezu alle einstimmig ausgefallen sind. Die Eberwerk GmbH hat ihren Sitz in der Eichthalstraße 10. „Da hängt auch schon unser Briefkasten“, sagt Gröbmayr.

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