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Der Kreisklinik Ebersberg geht das Personal aus. Jetzt sollen Beschäftigte von den Philippinen einspringen.

Der heimische Markt für Pflegepersonal ist leergefegt

Kreisklinik holt Personal aus den Philippinen

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Der Kreisklinik geht langsam das Personal aus. Jetzt soll Hilfe aus dem Ausland kommen.

Landkreis – Grundsätzlich eine höhere Wertschätzung für die Beschäftigten im Pflegebereich, und das nicht nur in finanzieller Hinsicht, mahnt der Geschäftsführer der Kreisklinik Ebersberg, Stefan Huber, an. Das Krankenhaus in der Kreisstadt ist einer der großen Arbeitgeber im Landkreis. Rund 970 Menschen sind dort beschäftigt, teilweise in Teilzeit, teilweise in Vollzeit. Im Pflegedienst sind es als größter Teilbereich rund 230 Vollzeitstellen. Der Einrichtung fällt es aber immer schwerer, dafür Mitarbeiter zu finden. Derzeit sind 15 Stellen unbesetzt, wie Huber jetzt im Kreistag erklärte. Davon könnten fünf wahrscheinlich bald besetzt werden, der Rest möglicherweise bis Mitte des Jahres. Der deutsche Markt für Pflegepersonal sei inzwischen leergefegt, so Huber. Bei der Suche sei man unter anderem in Serbien oder Albanien unterwegs. Doch das ist wohl nicht ausreichend.

Laut Huber gibt es einen Kooperationsvertrag zwischen der Europäischen Union und den Philippinen. Die Kreisklinik Ebersberg habe über einen Vermittler direkten Kontakt zu einer dortigen Schule. In dieser Einrichtung werde 30 Prozent über den örtliche Bedarf hinaus ausgebildet, und zwar nach europäischen Standards. Zudem erhielten die dortigen Auszubildenden Deutschunterricht, der den Vorgaben in der Bundesrepublik entspreche. Die ersten Kräfte aus diesem Programm würden etwa in eineinhalb bis zwei Jahren erwartet. Dann geht es auch um die Integration. Dabei habe die Kreisklinik jedoch gute Erfahrungen gemacht, unter anderem mit heutigen Mitarbeitern, die vor rund 20 Jahren aus Mazedonien kamen.

Um das Personal überhaupt im Landkreis halten zu können, brauche man bezahlbaren Wohnraum, so Huber. Es gebe nämlich Gegenden in Deutschland, da seien die Lebenshaltungskosten 50 Prozent günstiger.

Auch könne man nicht unendlich Personal aus immer weiteren Ländern holen, so Huber. Also müsse man über Alternativen nachdenken. Jeder, der schon einmal in einem Krankenhaus war, ist froh über ein fürsorgliche Behandlung. Und die Patienten erwarteten dies auch. Sie zahlen in die Krankenkasse ein. Dem müsse man Rechnung tragen. Zum einen könne man zusätzlich zu hoch qualifiziertem Pflegepersonal auch andere Mitarbeiter einstellen, beispielsweise um das Essen zu bringen. Das könnten dann möglicherweise „Assistenten“ sein. Grundsätzlich müsse, so Huber, die Wertschätzung für derartige Berufe höher sein, sowohl in der Kranken-, wie beispielsweise in der Altenpflege. Das kostet aber Geld.

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