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Coronavirus im Landkreis Ebersberg: 7- Tage-Inzidenz den fünften Tag in Folge unter 200

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    Josef Ametsbichler
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Die Corona-Krise hält den Landkreis Ebersberg fest im Griff. Fast täglich werden neue Todesfälle gemeldet, die Impfkampagne läuft an. Alle Neuigkeiten hier im Ticker.

  • Fast täglich meldet das Landratsamt Ebersberg weitere Corona-Tote.
  • Die Alten- und Pflegeheime sind im Landkreis Ebersberg besonders vom Infektionsgeschehen betroffen.
  • Der Impfstoff ist weiter knapp, Termine im Impfzentrum in Ebersberg gibt es nur für Bürger höchster Impfpriorität.

15.15 Uhr: Um alte und pflegebedürftige Menschen besonders zu schützen, ist für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Einrichtungen der Pflege, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sowie in Altenheimen und Seniorenresidenzen mit Kontakt zu den Bewohnern nunmehr eine FFP2-Maskenpflicht im Rahmen der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen in der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung verankert. Das ist neben Impfungen, engmaschigen Testungen, Besucherregelungen, Hygienekonzepten etc. eine weitere Maßnahme, mit der der häufig zu beobachtenden schnellen Weiterverbreitung von Infizierungen mit SARS-CoV-2 in Seniorenheimen entgegengewirkt werden soll.

Auch Beschäftigte von ambulanten Pflegediensten und teilstationären Pflegeeinrichtungen müssen jetzt eine FFP2-Maske tragen, wenn sie in Kontakt mit Pflegebedürftigen sind.

Die Erstimpfungen an den Heimen werden Ende der Woche abgeschlossen sein. Mit den Zweitimpfungen in den Heimen wurde bereits begonnen. Ab kommenden Montag werden vom Callcenter die Daten der Bürgerinnen und Bürger aufgenommen, die nicht mehr mobil sind und zu Hause geimpft werden. Es werden Routen geplant und die Betroffenen werden vom Termin des Hausbesuchs verständigt. Die mobilen Teams können gleichzeitig von derzeit zwei auf fünf aufgestockt werden. Sobald Impfstoff verfügbar ist, geht es los.

Ende der Woche wird voraussichtlich wieder Erstimpfstoff in Ebersberg ankommen, so dass im Callcenter ab Freitag wieder eine geringe dreistellige Anzahl an Impfterminen vergeben werden kann. Geimpft werden derzeit ausschließlich Personen der Priorität 1, also vor allem Bürgerinnen und Bürger, die älter als 80 Jahre sind. Die Telefonnummer: 08092 863 140.

Donnerstag, 21. Januar, 6.45 Uhr: Den fünften Tag in Folge liegt die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis Ebersberg unter der kritischen 200er-Marke: Das RKI meldet einen Wert von 167,8. Bleibt der Wert für mindestens sieben Tage am Stück niedriger als 200, kann das Landratsamt die 15-Kilometer-Beschränkung für touristische Tagesausflüge der Landkreisbürger wieder aufheben.

16.22 Uhr: Seit Dienstag, 19. Januar, gelten neue Regelungen für die Einreise aus Gebieten mit besonders hohem Infektionsrisiko durch besonders hohe Inzidenzwerte oder durch verbreitetes Auftreten bestimmter Varianten von SARS-CoV-2. Letzteres betrifft ganz Brasilien, Großbritannien, Nordirland und gesamt Irland sowie Südafrika. Darauf hat das Landratsamt hingewiesen.

Click&Collect-Lösung für Büchereien

Unterdessen zeichnet sich eine Lösung ab für die Öffnung der Büchereien mit einem System anlog zu „Click&Collect“ im Einzelhandel. „Bei Bibliotheken und Archiven wird die Abholung vorbestellter Bestände unter gleichen Voraussetzungen ermöglicht, unter denen im Handel die Abholung vorbestellter Ware bereits heute möglich ist (insb. FFP2-Maskenpflicht für Abholer, Mindestabstand, Hygienekonzept, keine Ansammlungen von Wartenden)“, heißt es in einer Pressemitteilung der Bayerischen Staatskanzlei zur heutigen Sitzung des Bayerischen Kabinetts. Landrat Robert Niedergesäß möchte das im Landkreis umgehend vollziehen. „Lesen ist in der Zeit des Lockdowns eine sinnvolle und bereichernde Beschäftigung, von der besonders auch Kinder und Jugendliche profitieren und lernen. Nicht zu vergessen ist auch der soziale Aspekt. Nicht alle Eltern haben in diesen Tagen die Ressourcen ständig neue Bücher zu kaufen“, so der Landrat. 

Neben der allgemeinen Test- und Nachweispflicht seien für Einreisen aus diesen besonderen Risikogebieten spezielle Maßnahmen vorgesehen. Die Reisenden seien verpflichtet, bereits bei der Einreise einen Nachweis über ein negatives Testergebnis oder entsprechendes ärztliches Zeugnis über das Nichtvorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mitzuführen.

Genauere Informationen dazu findet man auf der Seite des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de. ez

Mittwoch, 20. Januar, 5.40 Uhr: Den vierten Tag in Folge liegt die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis Ebersberg unter der kritischen 200er-Marke, wenn auch knapp: Das RKI meldet einen Wert von 180,3. Bleibt der Wert für mindestens sieben Tage am Stück niedriger als 200, kann das Landratsamt die 15-Kilometer-Beschränkung für touristische Tagesausflüge der Landkreisbürger wieder aufheben.

17.27 Uhr: Wenn am kommenden Freitag, 22. Januar, die geplante Menge an Impfstoff eintrifft, können am Wochenende die Erstimpfungen in den Senioreneinrichtungen im Landkreis Ebersberg abgeschlossen werden. Darauf hat das Landratsamt am Dienstag hingewiesen.

In der Kreisklinik Ebersberg werden derzeit 25 Patienten behandelt, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet sind. 16 von ihnen kommen aus dem Landkreis. Drei Corona-Patienten müssen auf der Intensivstation behandelt werden, zwei mit Beatmung. Es gibt in der Klinik 14 Verdachtsfälle.

Dienstag, 19. Januar, 6.45 Uhr: Das Robert-Koch-Institut meldet für den Landkreis Ebersberg eine 7-Tage-Inzidenz von 189,4. Damit liegt die Inzidenz den dritten Tag in Folge unter der kritischen Wert von 200.

14.47 Uhr: Die Zahl der Menschen, die an oder mit dem Coronavirus gestorben sind, liegt jetzt bei 103. Das teilte das Landratsamt mit. Seit vergangenem Freitag sind 13 neue Todesfälle gemeldet worden. Sie sind zwischen dem 22. Dezember 2020 und dem 16. Januar 2021 verstorben. Die Geburtsjahrgänge liegen zwischen 1925 und 1942 mit Schwerpunkt in den 1930er Jahren. Betroffen sind neun Frauen und vier Männer. Wiederum neun von ihnen sind in Senioreneinrichtungen verstorben, vier in Kliniken.

Das Gesundheitsamt erhalte die Meldungen und die Dokumente zu Sterbefällen immer wieder mit relativ großer zeitlicher Verzögerung, so dass die neuen Fälle in der Statistik nicht automatisch bedeuten, dass sie seit der letzten Veröffentlichung der Zahlen verstorben sind, so das Landratsamt. Wegen des hohen Infektionsgeschehens in den Senioreneinrichtungen hat der Krisenstab letzte Woche angeordnet, dass die Pflicht, sich zweimal pro Woche testen zu lassen, die für die Beschäftigten dort besteht, auch auf die Bewohner ausgedehnt wird. Eine entsprechende Allgemeinverfügung wurde von der Regierung von Oberbayern genehmigt.

In der Kreisklinik Ebersberg werden derzeit 23 Patienten behandelt, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet sind. 14 von ihnen kommen aus dem Landkreis. Zwei Corona-Patienten müssen auf der Intensivstation beatmet werden. Es gibt in der Klinik 17 Verdachtsfälle.

Der Vertreter der Hausärzte im Krisenstab des Landkreises, Marc Block informiert, dass der Impfstoff der Firma Biontech nun als fertig vorbereitete Spritze transportiert werden darf. Damit ist es grundsätzlich möglich, Personen zuhause zu impfen, die zwar der höchsten Prioritätsstufe angehören, denen es aber nicht mehr möglich ist zum Impfzentrum zu kommen. Im Impfzentrum wird dazu derzeit ein Konzept erarbeitet. Begonnen werden kann mit diesen Impfungen, sobald genügend Impfstoff zur Verfügung steht, auch wenn die Impfungen in den Heimen dann noch nicht abgeschlossen sind. Es besteht die Möglichkeit, die derzeit zwei Impfteams auf fünf Impfteams zu erweitern. 

Montag, 18. Januar, 6.45 Uhr: Das Robert-Koch-Institut meldet für den Landkreis Ebersberg eine 7-Tage-Inzidenz von 165,7.

11 Uhr: Die nun vom Robert-Koch-Institut gemeldete Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis Ebersberg liegt bei 177,5 und damit erstmals seit Inkrafttreten des 15-Kilometer-Radius für touristische Tagesausflüge wieder unter der dafür maßgeblichen Marke. Allerdings kann die Beschränkung laut bayerischem Innenministerium erst wieder aufgehoben werden, wenn der Inzidenzwert mindestens sieben Tage in Folge den Wert von 200 nicht überschreitet.

Sonntag, 17. Januar, 10 Uhr: Das Robert-Koch-Institut meldet bislang keine aktuellen Corona-Zahlen für den Sonntag. Der Ticker wird schnellstmöglich aktualisiert, sobald diese verfügbar sind.

Samstag, 16. Januar, 6.15 Uhr: Zum Samstag meldet das Robert-Koch-Institut einen nochmals leicht gestiegenen Sieben-Tage-Inzidenzwert von 226,2.

Freitag, 15. Januar, 16.07 Uhr: Ende nächster Woche können die Corona-Erstimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen abgeschlossen werden. Zusammen mit den Bewohnern, die die Krankheit bereits durchgemacht haben, betrage in den Heimen dann die Immunität 94 Prozent, meldet das Landratsamt. An der Kreisklinik seien bisher zusätzlich 75 Impfdosen verabreicht worden. Neben den Hausärzten seien nun auch Zahnärzte und zahnmedizinische Fachangestellte in die höchste Priorität für eine Impfung aufgenommen worden. Das gleiche gelte für Menschen, die in Behinderteneinrichtungen leben.

In der Kreisklinik Ebersberg werden derzeit 22 Patienten behandelt, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet sind. 15 von ihnen kommen aus dem Landkreis Ebersberg. Ein Corona-Patient muss aktuell auf der Intensivstation beatmet werden. Es gibt in der Klinik 13 Verdachtsfälle, so die Kreisbehörde.

Freitag, 15. Januar, 7.58 Uhr: Das Robert-Koch-Institut meldet für den Landkreis Ebersberg eine Sieben-Tage-Inzidenz von 222,1.

Ein Prozent der Bürger im Landkreis Ebersberg sind geimpft

18.26 Uhr:  Nach anfänglicher Skepsis nimmt die Impfbereitschaft beim Heim-Pflegepersonal im Landkreis Ebersberg zu. Von 100 Pflegern neu auf der Warteliste berichtet Norbert Neugebauer, der für das Landratsamt die Arbeit des Impfzentrums koordiniert. „Wir haben nur derzeit keinen Impfstoff.“ 100 Dosen für die Zweitimpfung der ersten Impflinge im Landkreis werden am heutigen Freitag erwartet. Die Erstimpfung haben laut Neugebauer 1134 Menschen im Impfzentrum sowie 410 Menschen über die mobilen Teams in den Pflegeheimen erhalten. Damit sind 1544 Menschen mit der Erstimpfung versorgt, das entspricht knapp über einem Prozent der Landkreis-Gesamtbevölkerung. In den bereits durchgeimpften Pflegeheimen liege die Quote bei über 95 Prozent.

Drastische Zahlen aus den Pflegeheimen im Landkreis Ebersberg

16.23 Uhr: Das Landratsamt meldet am Donnerstag vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus – erstmals seit längerer Zeit ist darunter ein Landkreisbürger, der jünger als 60 Jahre war: Die Verstorbenen gehören den Jahrgängen 1925, 1929, 1946 und 1966 an. ist bei 476 Menschen aus dem Landkreis Ebersberg eine Infizierung mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Bisher sind im Landkreis insgesamt 4075 Infektionen aufgetreten. 3511 Erkrankte gelten als geheilt, 88 sind verstorben. Als Kontaktpersonen der Kategorie 1 In Quarantäne befinden sich aktuell 315 Landkreisbewohner.

Ein beträchtlicher Anteil der Fallzahlen im Landkreis ist laut Kreisbehörde den Heimen zuzurechnen. Waren zum 1. Januar 91 Bewohner und 69 Mitarbeiter in 6 Einrichtungen positiv getestet, so waren es eine knappe Woche später am 7. Januar bereits 124 Bewohner und 93 Mitarbeiter. Bis 10. Januar 2021 ist die Zahl der betroffenen Bewohner dann auf 144 angestiegen und die der Mitarbeiter auf 100 verteilt auf acht Einrichtungen. In den vergangenen Wochen (Zeitraum 22. November 2020 bis zum 10. Januar 2021 wurden 56 Todesfälle in Zusammenhang mit einer SARS-CoV-2-Infektion in Heimen gemeldet.

Donnerstag, 14. Januar, 7.44 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Ebersberg steigt weiter. Laut Robert-Koch-Institut liegt sie zum Donnerstag bei 228,3.

Mittwoch, 13. Januar, 17.30 Uhr: In den kommenden drei Wochen sollen die Bewohnerinnen und Bewohner der Senioren- und Pflegeeinrichtungen im Landkreis jeweils zweimal pro Woche auf eine Infizierung mit dem Corona-Virus getestet werden. Dazu wird aktuell im Landratsamt eine Allgemeinverfügung erarbeitet. Sie muss von der Regierung von Oberbayern genehmigt werden.

In mehreren Einrichtungen im Landkreis sind in den vergangenen Wochen und Monaten Infektionen mit SARS-CoV-2 aufgetreten. Bislang wurden dort die Bewohner in ihrer Gesamtheit meist erst dann getestet, wenn eine Infektion in dem Haus aufgetreten war. Die nun geplanten regelmäßigen Testungen der Heimbewohner sollen helfen das zu verhindern. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ein Test zweimal pro Woche schon seit längerem Pflicht.

Am kommenden Freitag, 15. Januar 2021 erhält der Landkreis Ebersberg keine Impfstoff-Lieferung für Neuimpfungen. Lediglich 100 Dosen für die Zweitimpfung von bereits Geimpften sind angekündigt. In der kommenden Woche soll wieder Impfstoff geliefert werden – voraussichtlich am Dienstag und Freitag je 490 Impfdosen.

Ebenfalls in der höchsten Priorisierungsstufe für eine Impfung sind nun die Hausärzte, da sie in engen Kontakt mit Covid-19-Kranken kommen können.

Mittwoch, 13. Januar, 6.45 Uhr: Das Robert-Koch-Institut meldet zum Mittwoch für den Landkreis Ebersberg eine weiter gestiegene 7-Tage-Inzidenz von 218,6.

Impfstoff-Lieferung nach Ebersberg fällt aus

Dienstag, 12. Januar, 17.26 Uhr: Bei der Hotline des Impfzentrum mit der Nummer (0 80 92) 863 140 haben von vergangenem Freitag bis einschließlich Montag 4583 Landkreisbewohner angerufen. Viele Anrufer müssen enttäuscht werden, weil der Impfstoff nicht in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Die 450 Dosen, die am Dienstag geliefert wurden, seien komplett „terminiert“. Die für Freitag anstehende nächste Lieferung falle nach derzeitigem Stand aus, so das Landratsamt, es könnten also erst nächste Woche wieder Termine vergeben werden. Diesbezüglich habe Landrat Robert Niedergesäß gegenüber der Regierung von Oberbayern bereits sein Unverständnis geäußert.

Zum Stand Dienstag ist bei 400 Menschen aus dem Landkreis Ebersberg eine Infizierung mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Bisher sind im Landkreis insgesamt 3967 Infektionen aufgetreten. 3484 Erkrankte sind wieder gesund, 83 sind er verstorben. Als Kontaktpersonen der Kategorie 1 In Quarantäne befinden sich aktuell 331 Landkreisbewohner.

Bei dem neuerlichen Todesfall handelt es sich nach Angaben der Kreisbehörde um einen Mann, der 1934 geboren wurde.

9.51 Uhr: Das bayerische Innenministerium führt den Landkreis Ebersberg nun offiziell als von der 15-Kilometer-Regel betroffene Region. Damit sind für Landkreisbewohner touristische Tagesausflüge über diesen Radius hinaus untersagt, bis die Sieben-Tage-Inzidenz länger als eine Woche wieder unter die 200er-Marke fällt. Maßgeblich ist die Entfernung zur Grenze der Heimatkommune des jeweiligen Bürgers.

Dienstag, 12. Januar, 6.45 Uhr: Das Robert-Koch-Institut meldet eine erneut deutlich gestiegene 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Ebersberg. Der Wert liegt nun über dem kritischen Wert von 200, nämlich bei 207,5 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner über die vergangenen sieben Tage. Damit gilt die neue Regel, dass touristische Tagesausflüge über einen Umkreis von 15 Kilometern um die Wohnortgemeinde hinaus untersagt sind. Eine Bestätigung aus dem Innenministerium, dass die Regel bereits ab heute gilt, ist am späten Vormittag zu erwarten.

Montag, 11. Januar, 16.06 Uhr: Zum Stand Montag, 11. Januar 2021 ist bei 410 Menschen aus dem Landkreis Ebersberg eine Infizierung mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Bisher sind im Landkreis insgesamt 3954 Infektionen aufgetreten. 3462 Erkrankte sind wieder gesund, 82 sind gestorben. Die drei neuen Opfer sind aus den Jahrgängen 1935, 1945 und 1949.

Das Impfzentrum weist darauf hin, dass alle, die einen Impftermin erhalten haben, auch geimpft werden. Es ist deshalb nicht nötig am Tag der Impfung mit großem zeitlichen Vorlauf ins Zentrum zu kommen. Grundsätzlich ist es einem reibungslosen Ablauf dort sehr zuträglich, wenn die vereinbarten Zeiten eingehalten werden. Doch auch wer sich verspätet, wird im Normalfall die Impfung bekommen. 

Montag, 11. Januar, 8.25 Uhr: Das Robert-Koch-Institut meldet zum Wochenstart für den Landkreis Ebersberg eine leicht gesunkene 7-Tage-Inzidenz von 196,3. Der Wert fällt damit knapp unter die 200er-Marke, ab der schärfere regionale Maßnahmen wie der 15-Kilometer-Radius für touristische Tagesausflüge gelten.

Dazu ist aus dem bayerischen Innenministerium zu erfahren: „Dafür erstmalig maßgeblich ist der Zahlenstand des Robert Koch-Instituts (RKI) am Montag, 11. Januar 2021, 0.00 Uhr.“ Damit ist der Landkreis Ebersberg nach derzeitigem Stand nicht von den schärferen Maßnahmen betroffen. Sollte die 7-Tage-Inzidenz die 200er-Marke in den kommenden Tagen überschreiten, gelten sie solange, bis der Wert für mindestens sieben Tage wieder unter dieser Schwelle liegt.

Sonntag, 10. Januar, 17:16 Uhr: Im AWO-Seniorenzentrum in Markt Schwaben sind insgesamt 45 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Heim wurde schon am 6. Januar geschlossen, wie das Landratsamt Ebersberg erst am Sonntag, also vier Tage später, mitteilte. Am Montag soll sich der Krisenstab mit der Lage vor Ort befassen.

Sonntag, 10. Januar, 9.48 Uhr: Das Robert-Koch-Institut meldet eine erneut deutlich gestiegene 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Ebersberg. Der Wert liegt nun bei 208,1 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner über die vergangenen sieben Tage. Bleibt er auch am Montag so hoch, dann gilt die neue Regel, dass touristische Tagesausflüge über einen Umkreis von 15 Kilometern um die Wohnortgemeinde hinaus untersagt sind.

Samstag, 9. Januar, 11.16 Uhr: Das Robert-Koch-Institut meldet eine erneut deutlich gestiegene 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Ebersberg. Der Wert liegt nun bei 158,0 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner über die vergangenen sieben Tage.

Freitag, 8. Januar, 15.13 Uhr: Es ist ein Lichtblick im Pandemie-Winter: Spätestens bis Sonntag, 17. Januar, werden laut Landratsamt alle Alten- und Pflegeheime im Landkreis Ebersberg mit der ersten Dosis des Coronavirus-Vakzins durchgeimpft sein. Bisher seien es etwa die Hälfte. Eine Ausnahme bilden zwei Heime, die mit erhöhtem Infektionsaufkommen zu kämpfen haben. Im AWO-Seniorenzentrum Kirchseeon brachte nach EZ-Informationen eine Reihentestung zahlreiche Fälle zutage, auf die auch der jüngste Anstieg der Fallzahlen in der Gemeinde (91 akute Ansteckungen derzeit) zurückgeht.

Heime weiter stark betroffen - Appell aus dem Landratsamt

Der Impfstoff – für Dienstag und Donnerstag werden je rund 500 Dosen erwartet – wird in den Heimen dringend gebraucht: 57 Prozent, also deutlich mehr als die Hälfte des Corona-Infektionsgeschehens im Landkreis spielt sich laut Kreisbehörde dort ab. Sie meldet vier neue Todesfälle – alle unter Heimbewohnern. Das Landratsamt appelliert daher an die Mitarbeiter, Schnelltests in Anspruch zu nehmen und sich impfen zu lassen. Der Krisenstab prüfe weitere Maßnahmen, sofern das Geschehen nicht in den Griff zu bekommen ist.

Der Ansturm auf die Hotline des Impfzentrums übersteigt derweil weit die verfügbaren Dosen: Auf 2733 Anfragen seit Montag hin konnten 60 Impftermine pro Tag vergeben werden. Der Rest ging an die Heime. Über den Januar werden laut Amt alle 8430 Landkreisbürger über 80 postalisch über den Ablauf der Impfung informiert.

In der Kreisklinik Ebersberg werden derzeit 20 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung behandelt, 14 davon aus dem Landkreis Ebersberg. Vier Patienten befinden sich auf der Intensivstation und werden dort beatmet. Zudem gibt es in der Klinik zehn Verdachtsfälle.

Das Diagnostikzentrum testete allein am Donnerstag 534 Landkreisbürger auf eine Coronavirus-Infektion.

Sieben-Tage-Inzidenz steigt wieder über 100

Das Robert-Koch-Institut meldet für den Landkreis Ebersberg eine 7-Tage-Inzidenz von 123,9. Tags zuvor hatte er noch bei 94,7 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohnern über die vergangenen sieben Tage gelegen. Die Berliner Behörde warnt allerdings nach wie vor vor bundesweit möglichen Verzögerungen bei der Meldung der Fallzahlen in den Tagen um Weihnachten und Neujahr. Derzeit ist bei 395 Menschen aus dem Landkreis Ebersberg eine Infizierung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Bisher sind im Landkreis insgesamt 3814 Infektionen aufgetreten. 3343 Erkrankte sind wieder gesund, 76 sind leider verstorben. Als Kontaktpersonen der Kategorie 1 sind derzeit 332 Landkreisbewohner in Quarantäne

Bisherige Informationen zum Infektionsgeschehen können Sie in unserem vorherigen Ticker nachlesen. Alle Nachrichten aus dem Landkreis Ebersberg finden Sie auf der Startseite der Ebersberger Zeitung.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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