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Aufatmen nach der Flaute: In den Gasthäusern im Landkreis ist wieder richtig was los

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Von: Raffael Scherer

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Bei Veranstaltungen und in Innenräumen gilt vielerorts die 3G-Regel.
Trotz der Corona-Maßnahmen geht es bei den Ebersberger Wirtshäusern voran (Symbolbild). © DPA

In den meisten Gasthäusern gilt weiterhin die 3G-Regel. Das verhindert aber nicht, dass bei vielen Wirtshäusern im Landkreis der Laden brummt.

Landkreis – Nach zwei harten Wintern ist wieder was los in den Wirtshäusern im Landkreis: „Beim Tagesgeschäft kann ich wirklich nicht klagen, da sind wir wirklich gut unterwegs“, erklärt etwa der Chef im Grafinger Kastenwirt, Martin Bayerlein. Zwischendurch geraten er und sein Team an die Auslastungsgrenzen. „Da gibt es keinen Wunsch nach oben“, sagt er und schnauft zufrieden in den Telefonhörer.

Im Gasthof zum Altschütz in Vaterstetten dagegen habe die Gästezahl „gerade bei schlechtem Wetter noch kein Normalniveau“ im Vergleich zur Zeit vor dem Coronavirus erreicht, erzählt Chef Christoph Hofherr. Während am Wochenende die Tische noch gut besetzt sind, gebe es gerade unter der Woche weniger Besucher als früher.

Steinbergers Marktblick in Glonn: regelmäßig Ärger mit ungeimpften Gästen

„Um den November rum ist immer eine ruhigere Zeit“, erklärt Hofherr. Doch diesen Herbst merkt der Wirt, dass die Menschen erst wieder in die Normalität zurückfinden müssen: „Viele Leute sind es einfach nicht mehr gewöhnt, dass sie so oft zum Essen gehen“, vermutet er. Trotzdem sei er derzeit mit seinem Geschäft sehr zufrieden.

„Bei uns ist alles wieder gut – außer bei den Corona-Diskussionen“, fasst Markus Steinberger in Glonn zusammen. Bei ihm, in „Steinbergers Marktblick“ gebe es regelmäßig Zank mit ungeimpften Gästen. Können oder wollen diese keine Nachweise zeigen, müssen sie gehen. „Wir kontrollieren sehr streng und wollen uns diese Diskussionen nicht mehr anhören“, sagt der Wirt. An der Gästezahl gebe es auch bei ihm nichts zu meckern: „Dieses Jahr ist nichts anders als vor Corona“, so Steinberger.

Kastenwirt in Grafing: Wenig Reservierungen von Unternehmen für Firmenfeiern

Auch im Hinblick auf Feiern von geschlossenen Gesellschaften: „Die Grünen, der Anzinger Oldtimer-Club oder Geburtstage und Beerdigungen, wir haben eine Versammlung nach der anderen hier drin.“ Das liege nicht zuletzt an dem neuen Veranstaltungssaal „Salettl“, der nach dem Umbau erst vergangenen Monat eröffnet hat.

Die Reservierungen für Feiern beim Grafinger Kastenwirt dagegen „könnten ein Ticken mehr sein“, so Bayerlein. Es gebe zwar viele Privatveranstaltungen und der ein oder andere Verein habe auch schon für seine Weihnachtsfeier gebucht, doch gerade bei Firmen sehe es mau aus: „Ich bin schon lange genug in der Branche, um zu spüren, dass sie da noch verhaltener sind“, sagt er. Wahrscheinlich bräuchten Unternehmen mehr Vorlaufzeit und sichere Corona-Vorschriften, schätzt Bayerlein.

Gasthof zum Altschütz in Vaterstetten: „Früher wäre bei mir kein Freitag mehr frei gewesen“

So sieht es auch Hofherr in Vaterstetten: „Früher wäre bei mir kein Freitag mehr frei gewesen, dieses Jahr gibt es sogar noch mehrere.“ Er glaubt ebenso, dass das am Virus liegt: „Wenn von einer großen Firma alle auf einem Fleck wären und dann wegen einem Krankheitsfall alle ausfallen würden, wäre das fatal“, sagt er. Darum feiern die meisten wohl lieber nur in den einzelnen Abteilungen und veranstalten Feiern lieber zu zehnt als zu sechzigst, schätzt er. Bei einem sind sich jedoch alle drei einig: Lieber im Winter nicht ganz ausgebucht als ein weiterer Lockdown.

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