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Drei, zwei, eins, meins: Der Landkreis Ebersberg erwirbt die Sparkassenimmobilie für eigene Zwecke. 

Zweiter Standort für Landratsamt 

Landkreis kauft Sparkassengebäude

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Ebersberg - Das Landratsamt bekommt einen zweiten großen Standort. Der Landkreis kauft das Sparkassengebäude. Einige Abteilungen werden umziehen. 

„Die Verhandlungen können als abgeschlossen betrachtet werden“, erklärte Evelyn Schwaiger, Sprecherin des Landratsamtes, auf Anfrage der Ebersberger Zeitung. Der Kreistag hat in nichtöffentlicher Sitzung einem Ankauf des Sparkassengebäudes in Ebersberg zugestimmt. Wie hoch der Kaufpreis ist, soll in der nächsten Sitzung des Kreisausschusses am Montag, 5. Dezember, bekannt gegeben werden. 

Genaue Pläne, wie das Gebäude neben der Polizei für die Nutzung durch das Landratsamt umgebaut werden soll, gibt es noch nicht. Sie würden in nächster Zeit mit Punkten wie Anpassung der Innengestaltung und der Infrastruktur entwickelt, so Schwaiger. Die Übernahme des Gebäudes durch den Landkreis sei für den Jahreswechsel 2017/2018 geplant. Dann sollen die Umbauarbeiten beginnen, die wohl etwa ein Jahr dauern werden. Zum Ende des ersten Quartals 2018 rechnet das Landratsamt mit ersten Umzügen von Mitarbeitern in die neuen Räume. Die Umzüge sollen bis zur Jahresmitte 2018 abgeschlossen sein. Nach den bisherigen ersten Überlegungen, die laut Schwaiger aber „noch nicht final abgeschlossen sind“, werden die Bereiche Zulassung, Führerscheinstelle, Zentralverwaltung, Finanzen sowie Bau und Umwelt im neuen Gebäude Platz finden. Der Sparkassensaal, der schon jetzt unter anderem für größere Termine des Landratsamts genutzt wurde, soll für Veranstaltungen, Ausstellungen und für Sitzungen der Kreisgremien erhalten bleiben. Zudem soll er auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Wie berichtet, hatte der Landkreis schon länger Interesse an der Immobilie. Denn im Landratsamt ist es trotz der Erweiterung, abgeschlossen im Oktober 2014, ziemlich eng. Zusätzliche Räume mussten angemietet werden. Landrat Robert Niedergesäß erklärte zum möglichen Ankauf des Sparkassengebäudes Anfang September: „Das Landratsamt unseres sehr dynamisch wachsenden Landkreises hätte damit eine echte und sehr geeignete Zukunftsperspektive und das Ganze in großer räumlicher Nähe.“

Begehungen hatten ergeben, dass sich das gut 25 Jahre alte Gebäude in einem sehr guten Zustand befindet und mit nur geringeren Umbauten für eine Nutzung durch den Landkreis „sehr gut geeignet wäre“.

Und wie wird der Immobilienkauf nun bezahlt? Eine Teilfinanzierung des Erwerbs des Gebäudes von gut einem Drittel des Kaufpreises werde laut Landratsamt im Haushalt 2017 veranschlagt. Der Rest werde erst 2018 fällig. Zur „Gegenfinanzierung“ des Erwerbs würden die eingesparten Fremdmieten in Höhe von 220 000 Euro beitragen, da ja die derzeit angemieteten Räume nicht mehr benötigt werden.

Zudem bestehe die Möglichkeit, Mieteinnahmen über Fremdvermietungen zu erzielen. Deren Höhe könne laut Landratsamt noch nicht beziffert werden. Ferner wurde aus der Mitte des Kreis- und Strategieausschusses angeregt, mit dem Verkauf des BRK-Grundstücks einen Teil des Erwerbs der Sparkasse zu finanzieren.

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